Wohnen in Münster

Die Wohnungssuche gehört bestimmt für viele (Ex-)Studenten nicht zu den schönsten Erinnerungen: WG-Castings, fragwürdige Mitbewohner und/oder Vermieter, waghalsige Übergangslösungen mit spektakulären Pendelplänen oder aber völlig überteuerte Bruchbuden – bestimmt hat zu dem Thema jeder eine passenden Geschichte parat.
Dass der geeignete Wohnraum für Studenten auch gerade in Münster einfach knapp ist bemerke ich unter anderem daran, wenn über meherer Wochen in den sozialen Netzwerken Meldungen auftauchen, dass Freunde – oder Freunde von Freunden – in Münster WG-Zimmer oder eine Wohnung suchen.

Der Arbeitskreis „Wohnen in Münster“

Der Stadt Münster sind diese Probleme durchaus bewusst. Und so wurde in einer Veröffentlichung des Arbeitskreises „Wohnen in Münster“ im Januar darauf hingewiesen, dass durch doppelte Abiturjahrgänge, den Wegfall der Wehrpflicht und der allgemeinen Attraktiviät und Tradition von Münster als Studentenstadt auch in den nächsten Jahren die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt bleiben wird.

Aber was tun? Vom Fachbereich Design der Fachhochschule in Münster wurde zum Wintersemester 2012/2013 die Website studierzimmer-münster.de in Leben gerufen, mit dem Ziel, dass sich hier Personen melden können, die über Wohnraum verfügen, den sie Studenten zu vernünftigen Preisen vermieten würden.
Außerdem werden in Münster durch den Abzug der britischen Soldaten aus den York- und Oxford-Kasernen (in Gremmendorf und Gievenbeck) in den nächsten Monaten/Jahren Konversionsflächen frei, die vornehmlich für die Wohnnutzung vorgesehen sind. Hierdurch könnte Druck vom Wohnungsmarkt genommen werden.

Interessenkonflikte und Lösungsansätze

Allerdings könnten auch hier unterschiedliche Interessensgruppen eine geeignete Lösung erschweren: zum einen die Wohngesellschaften, die den Wohnraum natürlich am liebsten meistbietend unters Volk bringen wollen, dann die Studenten und dann aber natürlich auch eine Vielzahl an Geringverdienern und Familien, die mit der Studentenschaft um günstige Wohnungen konkurrieren. Und oftmals können hier Studenten flexibler reagieren und durch den Zusammenschluss zu Wohngemeinschaften ein größeres finanzielles Budget aufbringen als Familien mit geringem Einkommen.

Da Studenten am liebsten billig aber trotzdem zentral wohnen möchten, bleibt außerdem abzuwarten, ob städtische Randlagen überhaupt von den Studenten als Wohnraum in Betracht gezogen werden oder ob der Druck auf die innenstadtnahen Bereiche weiter zunehmen wird.

Weiterführende Quellen zum Wohnen in Münster:
www.muenster.de/stadt/stadtplanung/konversion.html
www.muenster.de/stadt/stadtplanung/pdf/ak-wohnen-in-muenster_sondersitzung2013.pdf

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