Thingful – Das Internet der Dinge

Für die Twitter-Nutzer unter den Lesern und solche, die bislang noch keinen Sinn darin sahen, sich bei dem sozialen News-Dienst anzumelden, habe ich vielleicht etwas gefunden: Thingful.net. Die Seite beschäftigt sich laut eigener Über uns Seite mit dem „Public Internet of Things“. Zu deutsch also mit einem geographischen Index, der anzeigt welche Dinge es wo zu finden gibt und dazu auch noch sagt, wem diese Dinge gehören. Da das ganze dann auch noch im Internet via Google Maps angezeigt wird, haben wir es: Das Internet der Dinge.

Thingful.net und das Internet der Dinge

Die Seite Thingful.net markiert und verewigt öffentlich zugängliche Projekte und Dinge auf der gesamten Welt. Zwar zeigt sich das Neuland 2.0 auch bei Thingful, wenn man nach Deutschland geht, aber wenigstens muss man es hier ein wenig eingrenzen. Deutschland ist nämlich nicht komplett eine Grauzone, sondern ist zumindest in Hamburg auf dem richtigen Weg, wenn es darum geht die Vorteile vom Neuland Internet zu nutzen.

Hamburg_Thingful.net

Deutlich erkennt man den Stadtstaat aufgrund der doch recht offensichtlichen Häufung an bunten Punkten zwischen Alster und Elbe. Thinful.net hat es sich zur Aufgabe gemacht, Dinge, die schon jetzt im Internet genutzt und angewendet werden zu verbinden. Hört sich zunächst vielleicht alles sehr alternativ hochtrabend an, hat aber ein gewisses Potenzial, wenn man sich mit dem Internet der Dinge ein wenig eingehender beschäftigt.

Thingful und Twitter

So eine Datenkrake braucht Futter. Die Inhalte werden natürlich nicht einfach so eingespeist, sondern lediglich organsiert, kategorisiert und geographisch festgehalten. Die Hauptstruktur der Daten wird dabei durch eine Verknüpfung durch Twitter generiert. Dabei soll das „Wer“, „Warum“ und das „Wo“ im Vordergrund stehen. Hauptsächlich geht es darum, Daten von Organisationen zu veröffentlichen, die der Allgemeinheit ohnehin zur Verfügung gestellt werden sollen. Hauptsächlich sind dies gegenwärtig zum Beispiel Wetterdaten, Energiedaten und Luftverschmutzung bzw. -ströme. Aber auch Container, Schiffe (*hust* Flugzeuge *hust*) und Tierherden (oder Vogelschwärme) können und sollen im Laufe der Zeit von Thingful erfasst und somit öffetnlich genutzt werden können.

Gamma-Strahlung-Bonn

Ich meine, wen interessiert zum Beispiel nicht die Menge an Gamma Strahlung in Bonn? Die Wettermessstationen in Bornheim, Bonn-Roleber und Troisdorf-Altenrath geben zumindest historische Daten in µSv/h zur Gamma Strahlung in und um Bonn an. Wer aktuelle Daten möchte, muss natürlich, wie in so vielen Fällen über den großen oder kleinen Teich schauen. Je englischsprachiger ein Land ist, desto besser, umfassender und somit natürlich auch wesentlich interessanter sind dann auch die Daten.

Das Internet der Dinge in Kinderschuhen: Thingful Alpha

Gegenwärtig gibt es die Alpha Version von Thingful. Daher werden, neben einigen Early Adoptern und Testern, gegenwärtig hauptsächlich die Daten von Seiten wie dem Weatherunderground, Smart Citizen (sehr tolle Seite) und ThingSpeak, sowie Seiten wie Air Quality Egg und dem International Soil Moisture Network. Aber auch Nischenthemen wie Wasserschildkröten werden schon in der Alpha Version erfasst.

Hinzu kommen dann eben noch die Twitter Daten der „Versuchspersonen“, die sich Einloggen und Thingful so mit Daten füttern können. Dies ist dann auch die Stelle, an der man erkennen kann, wo Vorteile und Nachteile der Big Data liegen. Während Wetter, die Bodenkunde, Meteorologie und Luftqualität zumindest fachspezifisch von Interesse sein können, bin ich mir da bei der Suche nach der besten Pizzabude von Bob in Mississippi nur noch bedingt davon überzeugt, dass Thingful sinnvolle Daten erhebt. Aber wer bin ich um darüber zu urteilen. Wer weiß schon, wie schwer es ist an eine gute Pizza in den Südstaaten zu kommen. 😉

Dinge im Internet

Sicherlich ist es interessant zu sehen, was für Daten es im Internet so zu entdecken gibt. Viele Daten liegen bereits vor, werden aber bislang auf Seiten gespeichert bzw. zur Verfügung gestellt, von denen nur wenige gehört haben. Außerdem kann gerade die Verbindung aus wissenschaftlichen und eher oberflächlichen und allgemeinen Themen eine Interessante Abwechslung bei Thingful entstehen lassen.

Zwischen Hackerangriffen auf Kühlschränke und Babyfone ist es schließlich auch heute noch nicht möglich ein Flugzeug zu finden, welches „irgendwo“ abhanden gekommen ist. Vielleicht findet es ja Bob bei seiner Pizzasuche oder eben ein Mitarbeiter der Dharma Initiative. Auch wenn die in diesem Fall Umbrellion heißt. Ist immerhin auch nicht ganz so weit von der Umbrella Corporation aus Resident Evil entfernt. Das Internet verbindet eben alle Dinge auf ganz eigene Weise.

(Alle Bilder: Screenshots: www.thingful.net)

Kommentare

Schreibe einen Kommentar