The Map of The Dead

Pünktlich zum Start ins Wochenende gibt es mal etwas leicht Verdauliches. Schon einmal überlegt, wie man sich am besten während einer Zombie-Attacke verhält? Nein? Gut, ich bislang eigentlich auch nicht. Doch dann hat mich ein Hinweis eines Lesers dazu animiert, es vielleicht doch einmal zu tun. Hilfe gibt es nämlich im Internet.

Damit meine ich zwar nicht den Bestellbutton zu dem Max Brooks Büchern „Der Zombie Survival Guide“ oder World War Z: Operation Zombie, sondern den Link zur „Map of The Dead“. Ja genau. Die Entwickler der Firma doejo, unlängst zur besten „Digital Agency“ ausgezeichnet, hatten eine Idee, wie man diese Google Karten endlich mal sinnvoll einsetzt.

Was macht man in Köln

Während einer Zombie Epidemie?

Köln bei Map of The Dead

Nun ja, wenn es nach den Entwicklern geht, nicht so viel. Zum einen haben die Zombies nicht das größte Interesse an der rheinischen Metropole und zum anderen lebt es sich auf der richtigen Rheinseite auch ganz nett. Man sollte nur auf göttliche Hilfe bei einer Verletzung vertrauen, da man eher schwierig an Waffen, Ärzte und Tankstellen herankommt. Immerhin gibt es zwei Outdoor-Shops, die vorgesorgt haben und sich bei Google Maps eingetragen haben. Alles in allem aber eher schwache Aussichten, wenn man Köln zum Beispiel mit New York vergleicht.

Der New Yorker ist (nahezu) auf alles vorbereitet

New York Map of The Dead

Was dem Kölner die Kirchen und der Dom sind, sieht in New York eher aus wie ein Lagerhaus. Die gibt es vor Ort nämlich noch häufiger als Outdoor-Läden und Pfandleiher. – Die Gefahr dem einen oder anderen Zombie zu begegnen, ist allerdings auch unwesentlich größer als in Köln. Die städtischen Zombies scheinen zwar keine großen Fans von Naherholungsräumen zu sein, dafür gehören aber militärische Gebiete und Waffenläden zu den bevorzugten Wohngebieten der inner-city Zombies. Der einzige Arzt der Stadt befindet sich außerdem in Lower Manhattan. Man sollte sich also gut überlegen, ob man sich zum äußersten Zipfel der Stadt aufmacht oder lieber ins Inland der USA flüchtet.

Der Texaner macht, was der Texaner kann

Dallas, Texas

In Dallas ist die Gefahr zwar nicht unbedingt geringer, da sich Zombies auch dort sehr wohl fühlen, aber dafür besitzt die Stadt neben mehreren Ärzten auch noch ein ganzes Krankenhaus. Außerdem ist eine Flucht viel besser planbar, weil es neben einem Flughafen auch noch eine Tankstelle in der Stadt gibt. Es soll ja schließlich auch Vorteile haben, wenn man in einer Stadt wohnt, die riesige Flächen für ein paar Einwohner benötigt. Die Militärfahrzeuge wollen ja schließlich auch gefüttert werden und man weiß ja nie, was ein Pfandleiher gerade so im Sortiment hat, wenn man sich auf die Flucht vor der Epidemie vorbereitet.

Nicht mehr in Kansas

Im Gegensatz zu Dorothy vom Zauberer von Oz können Sie sich ganz sicher sein, ob Sie in Kansas sind oder nicht, wenn sich Ihnen folgendes Bild bietet:

Nicht mehr in Kansas

Staaten im Mittelwesten scheinen für Zombies nicht die ganz große Anziehungskraft zu besitzen. Das Binnenland scheint generell der Ort zu sein, an dem man es während einer Epidemie aushalten kann. Immerhin bieten Bible- und Corn-Belt alles, was man für ein äußerst langweiliges und ereignisloses Leben braucht. Zumindest, wenn es nach der Map of The Dead geht.

Eta pesnya o samom prekrasnom gorode v mire

OK, für obigen Satz übernehme ich keinerlei Verantwortung, was Rechtschreibung, Grammatik und nicht vorhandene Kommasetzung angeht. Jeder, der das Lied Moskau von Rammstein kennt, weiß nun aber worum es geht. Dass nicht alle kontinentale Städte so ereignislos wie der Staate Kansas oder (leider, leider) zu gewissen Teilen auch Köln sind, beweist uns Moskau.

Moskau

Die roten Flecken sind (um bei Rammstein zu bleiben) jedoch nicht auf der Stirn, sondern eher überall.  Zumindest im Zentrum. Schließlich geht außerhalb der Metropole ja gerne mal ein Meteorit herunter und die schnellsten sind Zombies ja nun auch nicht. – Zumindest, wenn man sich mit den richtigen Filmen auf die kommende Epidemie vorbereitet.

Augmentet Reality und Videospiele

Mir hat das Erkunden der Karten zwar bislang schon wahre Freude bereitet, aber natürlich steckt mehr dahinter. In ein paar Tagen wird doejo.com das RPG Mobile Game „Map of the Dead“ als Startup vorstellen und versuchen in Produktion zu gehen. Sicherlich eine interessante Idee, wenn man bedenkt, dass es sich um reale Orte handelt, an denen sich der Spieler aufhält. Wie der Pitch am 26. Februar verläuft, kann man im Blog der Firma oder auf der Facebook-Seite des Spiels erfahren. Bis dahin wünsche ich viel Spaß beim Karten studieren. Immerhin sollte man ja nicht darauf vertrauen, dass die Karten noch online sind, wenn es zur Epidemie kommt.

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Veröffentlicht von

Sicherlich fragen sich jetzt alle, wer hier schreibt: Mein Name ist Helen Schrader, seit 2010 bin ich Diplom-Geographin (Uni Bonn) und eigentlich bin ich bei PIXUM in Köln im Bereich Online Marketing tätig. In meiner Freizeit schreibe ich an UrbanFreak und versuche der Geographie zumindest ein wenig treu zu bleiben.

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