Segregation in Amerika

Vor einiger Zeit gab es einen Bericht von Wissenschaftlern der Duke University, der sich „The End of the Segregated Century“ schimpfte. Darin wurde geschrieben, dass die Städte des Jahres 2012 weitaus weniger Segregation aufweisen würden, als knapp 100 Jahre zuvor.

308745538 Punkte später

Nun, genau 308745538 Punkte später ist eine sieben Gigabyte große interaktive Karte fertiggestellt worden, die diesen Bericht weitestgehend deckt. Dustin Cable vom Welden Cooper Center for Piblic Sevrice, der University of Virginia hat mit Hilfe der 2010er Census Ergebnisse eine Karte erstellt, in der jeder einzelne Punkt für einen Menschen steht. – Und seine im damaligen Census angegebene Rasse.

Segregation_in_Amerika_Karte

Segregation in den einzelnen Städten

Jeder Punkt steht also für einen Menschen und jede Farbe für eine im US-Census angegebene und erfasste Rasse. Durch das Anbringen einzelner Schattierungen und die Möglichkeit des Heranzoomens, scheinen einige Flächen beim hereinzoomen die Farbe zu ändern. Stattdessen teilt sich die Segregation hier nur in ihre einzelnen „Bestandteile“ auf.

Segregation_in_den_USA

Die Segregation kann bis auf Städte oder sogar Nachbarschaften genau angesehen werden. Mehrere Layer können dabei aus und eingeblendet werden, weshalb die Karte einen wirklich beeindruckenden Überblick der Segregation in Amerika gibt.

Segregation_in_New_York

Open Data und Census

Was alles bei der Berechnung der Karte berücksichtigt wurde, kann bei GitHub im Python Code der Karte nachgesehen werden. Außerdem gibt es einen ausführlichen Bericht auf der Seite des Weldon Cooper Center’s selbst. Alles in allem also wieder einmal ein schönes Beispiel für das, was man mit (umfangreichen) Census Daten so alles auf die Beine stellen kann. – Die Karten gibt es immerhin von Google selbst.

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Veröffentlicht von

Sicherlich fragen sich jetzt alle, wer hier schreibt: Mein Name ist Helen Schrader, seit 2010 bin ich Diplom-Geographin (Uni Bonn) und eigentlich bin ich bei PIXUM in Köln im Bereich Online Marketing tätig. In meiner Freizeit schreibe ich an UrbanFreak und versuche der Geographie zumindest ein wenig treu zu bleiben.

Kommentare

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

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  3. Da find ich Baltimore fast spannender. Da gibts nen richtigen Korridor in dem sich die „Nicht-Schwarzen“ knubbeln. Und Washington (und Umgebung) ist einmal komplett Ost-West-geteilt.

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