Zum kreativen Einsatz von Silikon

Öfter mal aufs eigene Auto verzichten und was für die Umwelt tun? Aber sicher doch! Da fällt der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel doch leicht. Und in den überfüllten und verstopften Straßen der großen Städte ist man so zumeist auch noch schneller am Ziel, ganz ohne Parkplatzsuche und sonstigen Stress.
Wenn, ja wenn man doch nur garantieren könnte, dass man in den Bussen und Bahnen auch immer einen Sitzplatz bekommt. Das ist ja wohl das Mindeste. Aber gerade zu den Stoßzeiten, wenn morgens und abends die Berufspendler unterwegs sind, kann es schonmal recht knapp werden mit dem Sitzplatzangebot.
Doch keine Angst! Zumindest den Frauen kann geholfen werden: Scheinschwangerschaft. Für den schnellen Weg in die Stadt, zu Freunden oder zur Arbeit eben mal schnell umgebunden: den Schwangerschaftsbauch aus Silikon.
So geschehen in Peking, mit seinem chronisch überfüllten U-Bahnsystem.  Eine Frau mit eben so einem Silikonbauch wollte wohl an das Mitleid und Mitgefühl der anderen Fahrgäste appellieren, damit diese Ihr einen Sitzplatz anbieten. Blöd nur, wenn man an der Qualität gespart hat und sich die Gurte des Silikonbauches lösen und somit der ganze Schwindel auffliegt. Dass sich die Frau daraufhin auch noch beim Hersteller über die mangelhafte Qualität des Erzeugnisses beschwerte, ist nur eine traurige Randnotiz.

Dass es in Zukunft zu unschönen Szenen kommt, wenn die Echtheit von Schwangerschaftsbäuchen in U-Bahnen und Bussen getestet wird, möchten wir an dieser Stelle nicht hoffen.

Und demnächst: Kreativer Einsatz von Schaufensterpuppen für die Carpool Lane 😉

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Sicherlich fragen sich jetzt alle, wer hier schreibt: Ich bin Patrick Kuhlmann und seit 2010 bin ich Diplom-Geograph. Meine Interessen liegen im Bereich der Stadt- bzw. Quartiersentwicklung und Soziologie. Meine Diplomarbeit hatte Streetart zum Thema und beschäftigte sich mit den Problemen in der Aneignung des öffentlichen Raumes.

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