Mobilität in Bonn Endenich

Abstellanalgen Meteorologie

Heute kommt ein weiterer Teil aus meiner Reihe über das Mobilitätsverhalten der Bonner Unibediensteten. Diesmal habe ich mich mit dem Campus in Bonn Endenich auseinandergesetzt. Am Campus Endenich ist zunächst die Anzahl der Teilnehmer bedeutend. Es fällt auf, dass nur 28,6 % Studierende an der Befragung teilgenommen haben. Dies entspricht 18 Personen von insgesamt 63 Befragten. Außerdem überwiegt insgesamt wie an den bereits untersuchten Standorten der Frauenanteil unter den Befragten um 19 Prozentpunkte (58,7 % weiblich/ 39,7 % männlich). Technische und wissenschaftliche Mitarbeiter machen zusammen 61,9 % der Teilnehmer aus, wobei die wissenschaftlichen Mitarbeiter mit 46 % stärker vertreten sind als die Studierenden mit 28,6 %. Der Restanteil der Befragten wird durch Professoren (4,8 %), Verwaltungsmitarbeiter (1,6 %) sowie Befragte, die keine Angaben machten (1,6 %) komplettiert. Die Altersklassenverteilung zeigt eine gewichtete Teilnahme der Befragten in den Altersgruppen bis 27 Jahre, was die Zugehörigkeit der Berufsgruppen unterstreicht.

ÖPNV & Verkehrsmittelverfügbarkeit

Obwohl insgesamt ein hoher Anteil der Befragten durch ihre berufliche Zugehörigkeit berechtigt ist, sind lediglich 54,6 % der Befragten im Besitz eines Studitickets. Ebenso niedrig entfallen die Besitzer der sonstigen Zeitkarten mit 4,8 % aus. Auffallend hoch ist dagegen der Anteil der Jobticketinhaber (11,1 %) – mit dem ehem. LBH (10,6 %) stellen die Standorte den höchsten Besitz der untersuchten Standorte dar. Keine Zeitkarte besitzen am Campus Endenich 30,2 %, das vor allem im Vergleich zu anderen Standorten einen hohen Wert darstellt.

Zeitkartenbesitz und Verkehrsmittelverfügbarkeit Endenich

Vergleicht man den Zeitkartenbesitz mit der Verkehrsmittelverfügbarkeit in den Haushalten der Befragten (Abb. 1 unten), so fällt auf, dass sich der hohe Anteil der Zeitkartenlosen entgegengesetzt zum Anteil der Pkw-Besitzer verhält. Am hiesigen Standort sind 58,7 % Haushalte mit mindestens einem Pkw ausgestattet. Ähnlich sind jedoch die wenigen motorisierten Zweiräder (6,3 %) im Bestand der Teilnehmer wie auch an den anderen Standorten bereits ermittelt. Das Fahrrad nimmt den höchsten Anteil ein und ist in 87,3 % der Haushalte verfügbar.

Nutzung der vorhandenen Verkehrsmittel

Betrachtet man das Verkehrsmittelverhalten am Standort Endenich so fällt auf, dass die Verkehrsmittel entprechend ihrer Verfügbarkeit genutzt werden.

Das Fahrrad wird mit 48,5 % von der Mehrheit der Teilnehmer für den täglichen Weg zur Arbeit genutzt. Der ÖPNV ist trotz der hohen Anzahl an Zeitkartenlosen (30,2 %) und der verstärken Pkw-Nutzung (18,2 %) das zweithäufigst genutzte Verkehrsmittel (21,2 %). Zu Fuß gehen 10,6 % der Teilnehmer vom Endenicher Campus.

Modal Split Bonn Endenich Diplomarbeit Geographie

Festzustellen ist jedoch, dass trotz der hohen Verfügbarkeit des Pkws am Campus Endenich die tatsächliche Pkw-Nutzung als Verkehrsmittel zum Weg zur Arbeit mit 18,2 % relativ wenig genutzt wird, aber trotzallem den höchsten Wert innerhalb dieser Erhebung darstellt. Die Möglichkeit den Campus als Pkw-Mitfahrer zu erreichen, nehmen 1,5 % der Personen wahr.

Einkommen und Verkehrsmittelwahl

Abbildung 3 zeigt das Einkommen in Abhängigkeit zur Verkehrsmittelwahl. Die höchste Teilnehmerzahl konzentriert sich in der Einkommensklasse „2000€-<4000€“ Netto-Haushaltseinkommen (39,7 %). Im Vergleich ist in dieser Klasse die Pkw-Nutzung am höchsten (22,6 %). Das Fahrrad ist das gängige Verkehrsmittel, wie es auch schon im Modal Split dieses Standortes zu sehen war. Dieses wird in der Klasse „1000€-<2000€“ Netto-Haushaltseinkommen am stärksten genutzt (71,4 %). Die geringen Prozentzahlen des zu Fuß Gehens aus dem Modal Split verteilen sich auf die Einkommensklassen „1000€-<2000€“, „2000€-<4000€“ und „>4000€“. In Letzterer mit 28,6 % stellt das zu Fuß gehen die zweit beliebteste Fortbewegungsart dar.

Einkommensklassen Bonn Endenich Erhebung

Bewertung der Park- und Abstellmöglichkeiten am Zielgebäude

Bei der Bewertung der Park- und Abstellmöglichkeiten zeigt sich am Standort Endenich ein ähnliches Bild wie bei den bereits angesprochenen Standorten (Abb. 4). Die Überdachung der Abstellplätze (82,5 %) ebenso wie die Sicherheit (66,7 %) der Anlagen werden als negativ beurteilt. Die restlichen Kategorien wie Verfügbarkeit, eigene Sicherheit oder Beleuchtung werden positiv bewertet. Allerdings fällt auf, dass der Anteil der negativen Stimmen höher ist als an den bereits untersuchten Standorten. Die Faktoren Verfügbarkeit, Beleuchtung sowie eigene Sicherheit werden mit 20-25 % negativ bewertet. Die Ausnahme stellt hier die Kategorie Entfernung zum Zielgebäude dar, die durchweg positiv beurteilt wird (90,5 %). Im Schnitt haben 10 % der Befragten keine Beurteilung abgegeben.

Abstellmöglichkeit Endenich

Mobilitätsbezogene Maßnahmen an der Uni Bonn Standort Endenich

Am Endenicher Campus wurden acht von 15 Maßnahmen positiv beurteilt. Auch hier ist die Zustimmung für das Informationsmanagement mit dem höchsten Prozentsatz (77,8 %) zu verzeichnen. Mit über 60 % Zustimmung sind das öffentliche Fahrradverleihsystem, das Bonussystem, die Gesundheitsfördernde Maßnahmen, die Bewachung der Park- und Abstellmöglichkeiten sowie die Bereitstellung von Fahrradzubehör und Wartungsarbeiten an zentralen Standorten bewertet worden. Die Meinungen zum öffentlichen Fahrradverleihsystem sind eindeutig und positiv (63,5 %), es gab bei dieser Einschätzung keine Enthaltungen.

Als wenig effiziente Maßnahmen sind die Bereitstellung von Dienstwagen, Mitarbeiterschulung, Shuttle-Dienste und Mobilitätsberatung bewertet worden (>60 %).

Mobilitätsbezogene Maßnahmen Endenich

Mobilitätsbezogene Maßnahmen Endenich

Mobilitätsbezogene Maßnahmen Endenich

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Mein Name ist Daniel Euler und seit 2013 bin ich Diplom-Geograph (Uni Bonn). Mein Schwerpunkt im Studium war, wie hier sicherlich unschwer zu erkennen, die Mobilität. Ich beschäftige mich mit nachhaltigen Verkehrskonzepten, alternativen Mobilitätsformen und natürlich allem was mit dem Fahrrad zu tun hat.

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