Micro-Apartments

Immobilien des Schreckens

In Zeiten von demographischem Wandel erscheint es eigentlich vermessen, wenn man sagt, dass es in Städten ein Platzproblem zu geben scheint. Gerade die Studentenstädte wie Münster, Bonn, Hamburg, München, Aachen usw. scheinen gerade einige Probleme zu haben, den „selbstgemachten“ Doppeljahrgang in den Universitäten bzw. den jeweiligen Stadtgebieten unterzubekommen. Mal heißt es, dass es keine Wohnungen gibt, mal heißt es, dass man die Wohnungen nicht bezahlen kann und gleichzeitig gibt es mittlerweile doch mal den hochaktuellen Zensus von 2011, der uns sagt, dass viele dieser Städte eine viel größere Leerstandsquote aufweisen, als man gemeinhin annehmen konnte. Gut, meistens sind diese Wohnungen in Stadtteilen, in die vermutlich niemals ein Zensus-Mitarbeiter einen Fuß gesetzt hat (geschweige denn sonst irgendwer), aber wo steht denn auch geschrieben, dass man als Student ein Anrecht darauf hat im Stadtzentrum zu wohnen?

Platz ist in der kleinsten Hütte

Dass man auch auf kleinstem Platz innovativ wohnen kann bzw. könnte, zeigen aufgrund der viel gescholtenen Wohnungsproblematik momentan aber mindestens genauso viele Seiten. Mein absoluter Favorit ist hierbei das „Hamsterrad“ des LIVE BETWEEN BUILDINGS-Projektes. Zwei Designer aus Dänemark haben sich dazu entschlossen doch einfach den Platz zwischen zwei Hochhäusern zu nutzen und dort Micro-Apartments entstehen zu lassen. Genauer gesagt wollen Sie dies auf mehrere Freiflächen umsetzen, in denen die städtebaulichen Vorschriften der Belichtung, Besonnung und Belüftung vielleicht nicht ganz so ernst genommen werden wie in Deutschland.

Zugeschnitten auf die Anforderungen

Die Micro-Apartments kommen dabei in allerlei Formen und Farben. Wohnen in einem Haus, dass eine Weihnachtsbaum-Form hat und eine Kletterwand? Kein Problem. Das lässt sich genauso umsetzen wie ein Haus in X- oder Y-Form mit Schaukeln, Hängematten oder Feuerwehr-Rutsch-Stangen. Erlaubt ist quasi alles, was erlaubt ist und was man sonst nur vom World Observer oder Buzzfeed kennt. – Was nebenbei auch ein Haus in Pac-Man Form mit einschließt, wenn man sich die vierte Abbildung der Live Between Buildings-Projektideen einmal genauer anschaut.

Definitiv also etwas, dass man sich auch in den ach so überfüllten Unistandorten in Deutschland überlegen könnte. Ich meine, es ist ja nicht so, dass z.B. in Bonn noch ein ganzes Hotel leer steht bzw. nicht fertiggestellt wird… -Dort würden vielleicht ein paar Studenten unterkommen können. 😉

Kommentare

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Von Bunker Hill bis South Park - UrbanFreak

  2. Pingback: Sex-Gesetze in den USA - es gibt sie wirklich - UrbanFreak

Schreibe einen Kommentar