Los Angeles und der Entertainment Faktor

Wie bereits „angedroht“, geht es heute weiter mit der etwas anderen Vorstellung der Downtown Los Angeles. Wie beurteilen die Bewohner ihre Stadt, welche Imageprobleme hat der Bereich noch, der immerhin für die letzten Jahrzehnte vor allem für seine Obdachlosen bekannt war noch und wo sollte man sein Kind besser nicht hinschicken? Fragen über Fragen, die es nun zu beantworten gilt. – Hoffentlich 😉

Die gegenwärtige Situation

Um die gegenwärtige Lage der Downtown nicht mehr nur auf die Bewohner zu beziehen, soll nun die Rolle der Nutzungsmischung im Laufe der Revitalisierung näher beleuchtet werden. Daher sollen zunächst einmal die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Funktionen verdeutlicht werden, die eine Nutzungsmischung begünstigen. Anhand der beantworteten Fragebögen soll eine Faktorenanalyse zur Dimensionsreduzierung durchgeführt werden, die diese Zusammenhänge aufdecken soll. Im Laufe des Fragebogens wurden die Bewohner bei der Frage „How do you judge/assess Downtown in terms of…?“ gefragt, wie sie bestimmte Eigenschaften der Downtown bewerten (auf einer Skala von 1 = sehr gut bis 6 = ungenügend).

Dies soll nun helfen, Korrelationen zwischen den Variablen aufzudecken. Faktorenanalysen helfen dabei, die vielen einzelnen Variablen in einige wenige Komponenten zusammenzulegen, die Verbindungen aufdecken können, die vorher nicht direkt zu erkennen waren.

 Faktorenanalyse Rotierte_KomponentenmatrixFaktorenanalyse der Frage „How do you judge/assess downtown in terms of…?
Quelle: Eigene Erhebung

In diesem Fall wurde die Faktorenanalyse zur besseren Übersicht mit der Varimax-Methode rotiert, um die Zusammenhänge offensichtlicher darzustellen. Hierdurch konnte zwar nicht die Nutzungsmischung per se untersucht werden, aber es ergeben sich Korrelationen (grau hinterlegt) zwischen den Variablen, die nun genauer untersucht werden sollen. Außerdem sei noch angemerkt, dass eine zweite Faktorenanalyse zu den Fragen „What do you use in Downtown?“ und „How often do you go to…?“ des Fragebogens durchgeführt wurde, auf die zu einem späteren Zeitpunkt noch verwiesen wird.

Das Image der Downtown Los Angeles

Obdachloser Downtown Los Angeles im Sommer 2009Die erste Komponente zeigt zunächst einmal Zusammenhänge bei den Variablen, die man gemeinhin als Image bezeichnen kann. Durch die Korrelation des Images mit den  Parks und Erholungsflächen, gemeinsam mit dem Sicherheitsempfinden, der Lautstärke und der Obdachlosensituation werden hier in gewisser Weise die ’zwei Gesichter’ der Downtown Los Angeles dargestellt.
Zum einen zeigt es auf, dass das jahrelang aufrechterhaltene Stigma der heruntergekommenen inner-city sehr beständig ist, und es zum anderen positive Impulse durch die gegenwärtigen Aufwertungsprozesse gibt.

So bewerten beispielsweise die Bewohner von South Park und dem Fashion District diese Dinge im Durchschnitt wesentlich besser als die aus Bunker Hill und dem Financial District, deren Mittel sich meistens unter dem des Gesamtdurchschnitts befindet.

Es gibt die Bewohner, die sich an der schlechten Park- und Freiflächensituation, dem immer noch hohem Anteil an Obdachlosen und Drogenabhängigen stören und dies als ein negatives Sicherheitsempfinden wahrnehmen sowie auch die höhere Lärmbelästigung als störend verspüren und daher das Image etwas herabsetzen. Es gibt aber auch die typische Stadtbevölkerung, die sich mit dem Lärm immer mehr abfindet und die Obdachlosen nur noch als Randnotiz wahrnimmt. – Nebenbei etwas, was sich bei den Bewohnern der Innenstadt Bonns nocht nicht so ganz durchgesetzt hat, wenn man die Klagen wegen typischer innerstädtischer Veranstaltungen (Klangwelle, Kunstrasen) in letzter Zeit zum Vergleich heranzieht…

„Downtown suffers a lot from the stereotypes of what it was prior to the year 2000. Which was a lot of guys in suits and a lot of homeless. Now it’s night and day from that.“ (Interview C)
„For the people here, Downtown Los Angeles will become more and more important that what it used to be. Ten years ago it was a place for the government to be and some markets. But it wasn’t the place where most people wanted to go.” (Interview H) 

Von Luxuspionieren bis zu Studenten

Gerade Bewohner die neu in die Innenstadt gezogen sind, bewerten die Downtown durchgehend sehr positiv. Fast 30% der Befragten, die weniger als ein Jahr in der Innenstadt leben, vergeben die Note Eins, wenn sie das Image beurteilen sollen. Sie verbinden den Wohnort mit einem hohen Prestige und einem Standortvorteil, statt ihn nur als erschwinglichen Wohnraum anzusehen, was aber natürlich, besonders in Verbindung zur Nutzungsmischung, oftmals einige Probleme mit sich bringt:

 „There are some growing pains going on for instance. There is (…) the Higgins building. It has a night club in the basement, so (…) people are coming out of there, they’re making noise, (…) and people are trying to sleep upstairs and sometimes the people upstairs are getting angry about it, but it’s like: This is a city – if you want it quiet you should live in a suburb with no commercial.”  (Interview B)

Wie die Studie des DCBID ebenfalls belegt, wandeln sich die Menschen, die sich für einen Wohnstandort in der Downtown interessieren ebenfalls. Während zu Beginn der Revitalisierung hauptsächlich Luxuspioniere, Dinks und Yuppies dorthin zogen, sind es mittlerweile heterogene Bevölkerungsschichten wie etwa Studenten und Berufsanfänger. Dies hat zwei Ursachen: Zum einen waren die Wohnungen, die zunächst fertig gestellt wurden ausschließlich condomiums und zum anderen war die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt, der in L.A. generell sehr stark umkämpft ist, noch ausgeprägter.

Urbane Pioniere und Pluralisierung der Lebensstile

Dadurch, dass der Markt zunächst größtenteils nur Eigentumswohnungen bereithielt, wurden nur die Klientel angesprochen, die zu den höher Verdienenden zählten und sich die frisch renovierten oder neu gebauten Wohnobjekte der Downtown leisten konnten.

Im Laufe der letzten Jahre ist die Nachfrage heterogener geworden und beschränkt sich nicht mehr nur auf Zuzugspioniere:

„I think we moved a little bit beyond urban pioneers. Because there are, you know, not THAT many urban pioneers.“ (Interview E) 

„A lot of these buildings were ten years ago literally empty. And now when they developed them, thy developed them with all this interesting stuff in them. It is not just that what it was at the beginning. (…) Because three years ago, people would have never lived in that area.“ (Intervie H)

Diese Heterogenität der Bevölkerung und die Pluralisierung der Lebensstile bringen also unterschiedliche Ansichten mit sich, die sich nun auch so in der Faktorenanalyse darstellen.

Die Schulen der Downtown L.A.

Die zweite Komponente der Analyse deckt einen Zusammenhang zwischen den Schulen und Spielplätzen der Downtown auf. Wie schon aus den sozio-demographischen Auswertungen hervorgegangen ist, besitzt die Innenstadt momentan nur eine geringe Anziehungskraft auf Familien mit Kindern. Abgesehen von der mangelhaften Versorgung mit ausreichend großen Wohnungen gibt es hier noch ein Problem mit der Bereitstellung geeigneter Schulen und Spielplätze, was durch die Korrelation der Variablen offensichtlich wird.

High School of the Visual and Performing Arts in der Downtown Los Angeles

Aufgrund der momentanen Situation, dass die Anbindung der Innenstadt an das städtische Schulsystem noch nicht optimal ist und Schulen mit ausreichender Qualität Mangelware sind, meiden Eltern daher die innerstädtische Wohnlage. So wurde die Schulsituation angelehnt an Schulnoten auf einer Skala von eins bis sechs durch 521 Befragte im Mittel mit 4,58 bewertet.

„People are moving out of downtown when the kids are 3 and 4 for two reasons: schools is number one: Even though we have a lot of public schools, there is not a lot of confidence into our public school system. So people want to move to a neighborhood where they can take their kids to a private school (…).”  (Interview B)

„I think far more important of an issue for Downtown right now is, how do we start to create an environment that is inviting for people with families? (…) They’re young, they’re single or they’re just married, how to make them stay, once (…) they start to look around and say, what are my elementary school options, how is this a good environment for my kid.“  (Interview G)

Vergleicht man diese Ergebnisse mit dem für US-amerikanische Schulen verfügbaren Academic Performance Index (API), erscheinen diese schlechten Noten durchaus berechtigt. Alle Schulen der Downtown weisen bzgl. Schulabschlüsse, Versorgung und Image durchgehend schlechtere Werte auf, als die der umliegenden Bezirke. Meistens gehören sie sogar zu den schlechtesten des gesamten Staates. Die Grundschule an der Ninth Street im Fashion District gehört sogar zu den schlechtesten 20% in ganz Kalifornien.

Beobachtet man daraufhin nur die Aussagen von den 120 Eltern, besonders von denen mit Kindern unter fünf Jahren, ist das noch schlechtere Abschneiden der Schulen daher verständlich. Hier ergibt sich bei insgesamt 79 Teilnehmern mit Kindern in dem Alter ein Mittelwert mit der Schulnote 5,0:

Schulen_in_Los_AngelesAnalog hierzu passt, dass die Kinderwahrscheinlichkeit in Verbindung zur Wohndauer abnimmt. Während von den Bewohnern, die länger als vier Jahre in der Downtown wohnen, noch über ein Viertel eigene Kinder bei sich wohnen hat, sind es bei den neu zugezogenen und denen die weniger als vier Jahre in der Innenstadt wohnen nur noch jeweils 17%. Dies ergibt nach dem Kontingenzkoeffizienten C von Pearson einen Wert von 0,321 (Signifikanzniveau von 0,1), was diesen mäßigen Zusammenhang zwischen Wohndauer und dem Vorhandensein von Kindern unterstreicht.

Die Downtown weist sowohl in Sachen Kinderfreundlichkeit (Spielplätze, Parks) als auch in der Bereitstellung geeigneter Schulen noch große Defizite auf.

Dennoch sollte bei allen gegenwärtigen Problemen angemerkt werden, dass es seit Ende 2009 zu Veränderungen im Schulbezirk gekommen ist, die diese Unterversorgung etwas verbessern. Neben der Eröffnung der High School of the Visual and Performing Arts, einem Schulneubau, der mit US$ 232 Millionen Kosten zu den teuersten des Landes gehört, können seit 2010 zwei neue Kindertagesstätten in der Downtown von allen – vorher waren diese nur für Kinder von Regierungsmitarbeitern – genutzt werden.

Die Unterhaltungs- und Freizeitbereiche

Die dritte Komponente lässt eine Korrelation zwischen den vielen Unterhaltungs- und Kultureinrichtungen erkennen, die innerhalb der Downtown existieren. Die Bedeutung dieses Zusammenhangs ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt wie umfassend die Investitionen in diesen Bereich innerhalb der letzten paar Jahre waren.

L.A. Lakers im Staples Center

Während zu Beginn der Revitalisierung noch vermehrt die Nähe zum Arbeitsplatz als Hauptgrund für einen Umzug galt, sind es nun vermehrt die Standortvorteile und der ’In’-Faktor der Downtown. Durch den massiven Ausbau von Kultur- und Freizeiteinrichtungen kommt es seit 1999 zu einer Konzentration dieser florierenden Einrichtungen innerhalb der Downtown:

„(…) the renaissance in downtown really began in the year 2000. (…) Staples Center by the way is one of the most profitable venues of its kind on the face of the earth. It operates on 269 nights a year and half as many days. And that is what really gave people an excuse to come to downtown at night.“ (Interview C)

„It is a significant element. I believe a combination of all these little factors is what makes an urban environment urban. From a Disney Concert Hall, to a church, to a cathedral, to a sports & entertainment venue and to a Historic Core.” (Interview I)

Die Kopplung dieser aufgezählten Alleinstellungsmerkmale führt zu einer größeren Bevölkerungsresonanz und zum überschreiten einer kritischen Masse an Besuchern, was sich wiederum auf die Nutzung anderer Ressourcen wie etwa angrenzende Restaurants, Cafes und Geschäfte auswirkt, die sich in räumlicher Nähe zu diesen großen Attraktionen ansiedeln.

Staples Center und Nokia Plaza in L.A.Wie es schon im Artikel über die Nutzungsmischung beschrieben wurde, variieren die Nutzungsmischungen in der Downtown zwischen den Nachbarschaften sowohl in ihren Skalenniveaus als auch in der vertikalen wie horizontalen Mischung. Auf diese Situation wird im Rahmen der Auswertung zwar später noch näher eingegangen, zum besseren Verständnis sollen aber an dieser Stelle schon einmal kurz die wichtigsten Unterschiede der Stadtteile, im Kontext zur gesamten Innenstadt, untereinander dargestellt werden.

Am deutlichsten setzt sich der Bereich South Park vom Rest ab, da er weitestgehend auf einen, in mehrere Bauphasen unterteilten Entertainmentbereich und eine umschließende Wohnfunktion an wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten reduziert werden kann. Die anderen Stadtteile sind wesentlich heterogener was das Aussehen und die Form ihrer Freizeitmöglichkeiten angeht.

Generell kann man die Downtown oberflächlich in mehrere Unterhaltungs- und Freizeitbereiche einteilen:

  • South Park: großflächige Sport- und Entertainmenteinrichtungen in unmittelbarer Nähe zum Convention Center, die wiederum von Restaurants, Hotels, Bars und Wohngebäuden umschlossen sind.
  • Fashion District Downtown Los Angeles, KalifornienFinancial District: Bürotürme und historische Gebäude, die meist von der ARO profitiert haben und nun als Wohngebäude genutzt werden. Beide weisen kommerzielle Nutzungen, Cafes oder Restaurants im Erdgeschoss auf.
  • Bunker Hill: großflächige Ansiedlung von Kultureinrichtungen, stark zentrierte Wohnfunktion, nur punktuelle Nutzungsmischung innerhalb eines Objektes, keine oder nur sehr geringe Verflechtung zwischen den einzelnen Nutzungen.
  • Civic Center/ Little Tokyo: Büro- und Regierungseinrichtungen, die teilweise durch ein Parksystem (Civic Park) verbunden sind und ansonsten, besonders in Little Tokyo, stark ethnisch konzentrierte Nutzungen aufweisen. Diese reichen von Parks (Noguchi Plaza, Miyako Gardens) bis zu kleinen Shopping Centern und Malls (Japanese Village Plaza, Weller Court).
  • Historic Core/ Gallery Row und Fashion District: kleinflächige vertikale Nutzungen innerhalb eines, zumeist umgenutzten Objektes, Ausbildung von Zwischennutzungen und großes Angebot kommerzieller und künstlerischer Nutzungen, die meist endogene Potenziale ausnutzen.

Dieser groben Einteilung stimmen auch die Experten zu, die ebenfalls die Heterogenität der Stadtteile und der einzelnen Elemente in ihnen herausstellen:

„I think one of the things that’s fascinating about downtown is, you can have a perfectly great existence here and never really interact with sort of the big projects like that [L.A. Live area]. You can just hang out in a coffee shop like this or eat at one of the restaurants in the Historic Core or live over in the Arts District and sort of be away from everything. And so there is a lot to do whether you wanna make use of something like L.A. Live or not.” (Interview G)

„Almost every building here is now residential, with bars opening up and dry cleaners and boutique markets and bodega’s and you name it.” (Interview C)

„(…) all of these little things are good (…). It is a significant element. I believe a combination of all these little factors is what makes an urban environment urban.“ (Interview I)

Abgesehen vom Maßstab unterscheiden sich die Stadtteile auch darin, ob es sich bei den dort angebotenen Möglichkeiten um eher periodische oder aperiodische Freizeitaktivitäten handelt. Während regelmäßige Aktivitäten wie Hobbys, Lebensmitteleinkäufe usw. in der Nähe des Wohnortes getätigt werden, ist die Bereitschaft, für aperiodische Freizeitaktivitäten wie Sportveranstaltungen, Ausflüge und Konzerte längere Wege in Kauf zu nehmen, deutlich größer. Außerdem besteht bei diesen Freizeit-Beschäftigungen oftmals ein größerer Raumbezug als bei anderen. So können beispielsweise Kneipen, öffentliche Räume und Restaurants, die meist ubiquitär im ganzen Downtownbereich vorhanden sind, jederzeit aufgesucht werden.

Walt Disney Concert Hall

Andere Aktivitäten sind aber an zentrale Veranstaltungsorte (Staples Center, South Park, Walt Disney Concert Hall, Bunker Hill) gebunden und werden wegen monetärer und zeitlicher Kosten nur aperiodisch oder frequenziell aufgesucht. Hier ergibt sich bei den meisten auch ein Zusammenhang zwischen dem Wohn- und Veranstaltungsort, was die zweite Faktorenanalyse auch so aufgedeckt hat. Während 57% der Bewohner South Parks das Staples Center und L.A. Live mehr als sieben Mal im Jahr aufsuchen, sind es aus dem Historic Core nur noch 35% und aus dem Financial Core nur 13%. In etwa genauso verhält es sich mit der Walt Disney Concert Hall in Bunker Hill. Hier sind 23% der Bewohner sieben Mal und mehr zu einem Besuch bereit, während aber nur 18% aus South Park so oft kommen und sogar 27% von ihnen noch nie dort waren. Des Weiteren bestehen laut zweiter Faktorenanalyse Korrelationen zwischen den Besuchshäufigkeiten der ubiquitär vorhandenen Restaurants, Coffee Shops und Einzelhandelsgeschäfte, den im Financial District liegenden Pershing Square und der Public Library, den Grand Avenue Projekten in Bunker Hill und den Einrichtungen in South Park (Supermarkt, Grand Hope Park und Staples Center/ L.A. Live). Je näher sich diese Orte am Wohnort befinden, desto häufiger ist die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs.

Die Verkehrssituation in der Downtown Los Angeles

Die letzte Komponente, die sich durch die Faktorenanalyse ergab, umfasst im weitesten Sinne die Verkehrssituation, die ja eine der Hauptvoraussetzungen des MXD in den USA ist. Die Transportoptionen und Erreichbarkeit sind schließlich einer der sechs Punkte, die Erfolg oder Misserfolg beeinflussen können.

Wie umfassend schon kleinste Änderungen im ÖPNV sein können, zeigt die Wiederaufnahme der Angels Flight Bahn zwischen Bunker Hill und dem Historic Core. Innerhalb weniger Tage konnte eine vermehrte Interaktion zwischen den beiden Stadtteilen festgestellt werden, die durch Kopplung von Aktivitäten und eine bessere Erreichbarkeit zustande kommt. Allein schon der Tatbestand, dass die hügelige Entfernung zwischen den beiden Quartieren durch die Nutzung der Bahn nicht mehr zu Fuß zurückgelegt werden muss, hat positive Auswirkungen auf beide Stadtteile. Fördernd für die Nutzungsmischung eines Stadtteils ist es, wenn auf das eigene Auto verzichtet und anders am Verkehr teilgenommen werden kann.

Vor dem Hintergrund der schon vorab aufgestellten Zusammenhänge zwischen Arbeits- und Wohnort sowie den Umzugsmotiven der verschiedenen sozio-demographischen Gruppen, stellt die vierte Komponente der Faktorenanalyse die Korrelation zwischen der Parkplatzsituation und der Begehbarkeit der Downtown her. Dies sind bedeutende Teilbereiche der Nutzungsmischung, da die Mischung verschiedener Funktionen eine der wichtigsten Eigenschaften der Stadt ist.

„All the Districts are very close together. Everything is walkable South Park to Little Tokyo is like a 15-20 minute walk.” (Interview C)

Da es sich bei den Faktorenanalysen großteilige Vorstellungen der einzelnen Funktionen der Nutzungsmischung handelte, die innerhalb der einzelnen Stadtbereiche unterschiedlich stark ausgeprägt sind, wird im nächsten Beitrag näher auf die unterschiedlichen Strategien dieser Stadtteile eingegangen werden. Zwar kann man innerhalb der ganzen Innenstadt von einer Revitalisierung sprechen, aber diese kann natürlich nicht überall gleich ausgeprägt sein und offenbart sich daher in sehr unterschiedlichen Ansätzen und Ausprägungen innerhalb der sechs Untersuchungsgebiete.

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