Kulinarische Geheimtipps in New York City

Das Restaurant The Dubliner in South Manhattan

Ok, ok. Vermutlich hat diese Überschrift schon wirklich jeder gelesen, der einen Reiseführer aufgeschlagen hat. Jeder bietet das besondere Etwas und das ausgefallenste vom ausgefallensten an. Aber zum einen hatte unsere Dreiergruppe in New York gar keinen Stadtplan oder Reiseführer dabei und zum anderen sind wir ja Exkursionserfahren. Und entkommt also nichts.
Nach Tagen des Herumlaufens und der Seitenstraßenerkundungen haben wir ein paar kuriose, versteckte und auf jeden Fall zu empfehlende Ecken in der Stadt entdeckt. Da ich auf Gebäude, Straßenzüge und städtebauliche Dinge aber schon eingegangen bin bzw. noch eingehen werde, ist es doch an der Zeit einmal die wirklich wichtigen Dinge zu betrachten: Essen, Shoppen und Kunst.

Beginnen werde ich mit unserer kulinarischen New York Reise. Die anderen beiden Teile werden in den folgenden Tagen nachgereicht.

Das kulinarische New York

Ich sage es fast nicht gerne, aber dies war nun wirklich mein erster USA-Trip auf dem ich es nicht in einen nahe gelegenen Wendy’s geschafft habe. Stattdessen gab es jede Menge Diner, einen Thai und den ein oder anderen Tipp von Anthony Bourdain.

Gray’s Papaya

Gray's Papaya in ManhattanBeginnen wir direkt mit dem Hot Dog Restaurant aus Anthony Bourdains Sendung. Wer niemals No Reservations gesehen hat, dem aber der Name dennoch bekannt vorkommt, hat ihn vermutlich in einer anderen Popkultur Referenz gehört. Wie wäre es zum Beispiel mit der achten Folge der vierten Castle Staffel, oder diversen Folgen aus Sex and the City, How I met your mother und/oder Everwood? Oder vielleicht Heft 32 aus der vierten The Avengers Comic-Heftserie? Ansonsten kann ich noch die Filme Nick & Norah Soundtrack einer Nacht und den dritten Stirb Langsam Teil anbieten.

Man kann also sagen, dass sich Gray’s Papaya durchaus einen Platz in der Popkultur gesichert hat und das merkt man durchaus an den beiden Standorten in New York. So gibt es ein Geschäft an der 402 Sixth Avenue at 8th Street und eins an der Upper Westside bei 2090 Broadway at 72nd Street. Wer sich an Hot Dogs zu erschwinglichen Preisen und atemberaubenden Kompositionen (Sauerkraut, Relish, Rote Beete usw.) und dem obligatorischen Papayasaft sattessen möchte, sollte definitiv bei Gray’s Papaya einmal einkehren.

Remedy Diner

Das Brooklyn Diner befindet sich auf der 57. StraßeDas man an der Houston Street, der Grenze zwischen Lower East Side und dem East Village nicht nur Abends gut weggehen kann, sondern auch tagsüber gut essen kann, hat uns das Remedy Diner gezeigt. Das Grilled Steak Sandwich sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt hervorragend und die Burger können sich ebenfalls sehen lassen.

Ansonsten sollte sich aber für jeden Geschmack auf den sechs Seiten Spiesekarte etwas finden lassen. Außerdem waren in diesem Diner die vegetarischen Speisen auch tatsächlich alle ohne Fleisch und Fisch. – Etwas, was man nicht von jedem Restaurant sagen konnte in dem wir waren. Wer sich also einmal aus den typischen Touristenhochburgen etwas entfernt und die Houston Street bis zur Hausnummer 245 East Houston Street erkundet, stellt fest, dass es dort jede Menge urige Restaurants und Kneipen gibt, die nicht nur billiger sind als rings um den Times Square, sondern auch wesentlich authentischer.

Brooklyn Diner

Die Stars im Brooklyn DinerDas Brooklyn Diner ist entgegen seines Namens nicht in Brooklyn, sondern war in unmittelbarer Nähe zu unserem Hotel auf der 57. Straße kurz neben der Seventh Avenue.  Daher war es beim Schneetreiben am Dienstagmorgen auch unser erster Anlaufpunkt für ein ausgedehntes Pancakes Essen. Und das hat sich nun wirklich gelohnt. Zum einen waren die Portionen riesig und dank der typisch amerikanischen Sitte wurde uns auch dankenswerterweise immer schön der Kaffe nachgeschenkt.

Pluspunkte gab es außerdem für die Namensplaketten berühmter Besucher des Diners. Während auf die Pancakes gewartet wurde, konnte so nochmals das Filmallgemeinwissen mit Namen wie Chris Rock, Mae Whitman und Jason Patric, Jerry Seinfeld aufgefrischt werden. – Wer es nebenbei schafft diese drei Schauspieler in den Kommentaren mit Kevin Bacon in Verbindung zu bringen, darf sich ein Thema für einen nächsten Beitrag wünschen 😉

Siam Orchid

Direkt in der Nähe des Siam Orchid gibt es U-Bahn HaltestellenIm Geheimtipp Williamsburg entdeckten wir unseren ganz eigenen Geheimtipp. Eigentlich auf der Suche nach einem empfohlenen Burger Laden, fanden wir uns gegen Mittag auf der Metropolitan Avenue in der North Side von Williamsburg wieder. Leider hatte besagter Burger-Joint zu, weshalb wir uns nach Alternativen umsehen mussten. Direkt an der Ecke zur Havemeyer Street wurden wir schließlich fündig. Das Siam Orchid ist ein winzig kleiner Thai-Laden, der genau sechs Sitzplätze hat, welcher sich als Lieferdienst einen Namen gemacht hat. Aber der wahnsinnig nette Koch und seine Frau hatten dank der eher untypischen Mittagszeit von uns noch genau die richtige Anzahl an Plätzen für uns frei. – Und es hat sich wirklich gelohnt. Das winzige Restaurant hatte das beste „Fake Duck Curry“, das ich jemals gegessen habe. – Für einen wahnsinnig geringen Preis von knapp 8 Dollar mit Vorsuppe.

HSNYC20130511Die nächsten Anlaufpunkte

Wie man lesen kann, war das kulinarische New York schon einmal durchweg beeindruckend. Entweder hatten wir Glück, oder die Stadt hat wirklich etwas zu bieten, was Essen angeht. Es war erschwinglich und durchweg gut. – Was man von den typischen Restaurants entlang der Tourismus-Straßenzüge leider nicht immer behaupten kann. Daher lohnt sich definitiv ein Blick in die Nebenstraßen. Zumal die in den meisten Fällen auch wesentlich billiger sind.

Im nächsten Beitrag werde ich auf die Shopping-Stationen ein klein wenig mehr eingehen. Immerhin haben wir das neu-eröffnete GAP-Outlet auch eher durch Zufall entdeckt. – In Harlem.

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