Das Hotel der Zukunft

Kurz bevor Julian ab dem 5. März wieder als rasender Reporter für Urbanfreak.de via Twitter und Facebook von der ITB Berlin berichten wird, habe ich noch ein paar Sachen gefunden, die thematisch perfekt zu der Weltleitmesse des Tourismus passen. Für Fachbesucher wird die ITB zwischen dem 5.3. und dem 9.3. 2014 jeden Tag zwischen 10 Uhr und 18 Uhr geöffnet sein, wohingegen sich die Privatbesucher leider mit dem Wochenende begnügen müssen. Samstag und Sonntag wird aber auch für sie die ITB in Berlin die Pforten öffnen.
Aber genug von der ITB. Darüber wird Julian schließlich noch genug in den kommenden Tagen und Wochen berichten. Kommen wir stattdessen zu anderen Internetperlen, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten.

Das Hotel der Zukunft entwickeln

Wie sehen die Hotels der Zukunft aus?Passend zu meinem Artikel über die Stadt der Zukunft, hat nun auch das Hotelgewerbe die Zeichen der Zeit entdeckt und beginnt nun unter Federführung mit dem Fraunhofer IAO mit dem Verbundprojekt FutureHotel. Innerhalb dieses Projektes soll nun länderübergreifend untersucht werden, was sich Gäste von einem Hotel versprechen und welche innovativen Lösungen es in der Zukunft zu entwickeln gilt. Besonders interessant an dem Projekt ist, dass sowohl die ökonomischen als auch ökologischen und wirtschaftlichen sowie sozialen Gesichtspunkte Berücksichtigung finden sollen.

Gegenwärtig läuft bereits die dritte Phase des Projektes, die sich mit der Realisierung erster Erkenntnisse befasst und eine Studie der Privathotellerie durchführt. Mit Hilfe dieser Best-Practice Beispiele soll das Hotel der Zukunft bald Wirklichkeit werden und den Gästen das bieten, was diese Wünschen bzw. sich von einem Hotel versprechen.

Multitasking im Hotelgewerbe

Das es zwischen Wellnessangeboten, Incentive Reisen für Unternehmen, Wochenenden für Paare oder dem Pauschal-Familienurlaub aber durchaus Bereiche gibt, die nur schwerlich miteinander zu vereinbaren sind, handelt es sich bei dem Verbundprojekt FutureHotel um eine weitreichende Kooperation mehrerer Unterstützer. Das Hotel der Zukunft in Österreich hat hierzu sogar ein ganzes Handbuch veröffentlicht und verschiedene Schwerpunkte angesprochen, die von Digitainment bis Public-Private Partnerships und Entscheidungshilfen für Hoteliers alles abdeckt, was in den Hotels einer zukünftigen Gesellschaft von Belang sein kann und vermutlich auch sein wird.

via: http://www.hotelderzukunft.at/

Social Media und Interaktionen im Hotelgewerbe

Konferenzen und EventsModerne Technologien und das Web 3.0 sind natürlich auch aus der Hotellerie nicht mehr wegzudenken. Big Data, Infotainment Systeme und digitale Gästeprofile sind schon heute weitaus verbreiteter als es der geneigte Pauschaltourist vielleicht glauben mag. Immerhin werden die meisten Reisen beim Anbieter des Vertrauens über das Internet gebucht, mit der Kredit- oder EC-Karte bezahlt und anschließend durch die Bewertung des Hotels auf den einschlägigen Rezensionsseiten im Internet bewertet. – Fertig ist das gläserne Profil des Urlaubers.

In wieweit sich die Interaktion zwischen Gästen und Hotels verändert, ist vom MICE-Club (beschäftigt sich immerhin mit Meetings, Incentives, Conventions und Events 😉 ) ganz nett zusammengefasst worden, wie ich finde.
Die LOHAS werden immer mehr zu einer Zielgruppe, die es Ernst zunehmen gilt und auch die nachhaltigen Familienurlaube oder Gruppenreisen gewinnen an Bedeutung. Es muss nicht immer die beliebteste Touristenmetropole sein, wenn es auch ein nettes Ziel in der näheren Umgebung oder zumindest dem europäischen Ausland gibt.

Sicherheit und Entertainment

Gefahr und SicherheitWas trotz allem nicht zu kurz kommen darf, ist das Sicherheitsempfinden der Touristen und sonstigen Hotelbesucher. Zwar erleben die Eventlocations, Entertainmentdistrikte und atypischen Veranstaltungen momentan einen wahren Boom, aber gerade in Anbetracht des mittlerweile mehr als drei Jahre zurückliegenden Loveparade Unglücks und der erst vor wenigen Tagen erhobenen Anklage gegen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und anderer Angestellter aus zweiter und dritter Reihe, hat wieder bewusst vor Augen geführt, wie viel in relativ kurzer Zeit geschehen kann, damit es zu so einem Unglück kommt.

Daher entwickelt sich in diesem Spannungsfeld momentan einiges an interessanten Konzepten, die versuchen alle Teilbereiche der möglichen Hotels der Zukunft abzudecken. Es ist immerhin kein Zufall, dass der Master of Disaster Studiengang an der Universität Bonn nach wie vor zu den gefragten Studiengängen meiner Alma Mater gehört. 😉

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