Faszinierende Kartenprojekte

Eigentlich ist es ganz einfach: Karten helfen bei der Darstellung von nahezu allem. Mit Hilfe von Karten kann man oftmals einen besseren Kontext zwischen Dingen herstellen und Zusammenhänge darstellen. Mittels modernster Techniken lässt sich mittlerweile fast alles in irgendeiner Art von Karte erfassen und so einem breiteren Publikum vorstellen.

Die Qualität der einzelnen Visualisierungen kann allerdings sehr unterschiedlich sein. Nehmen wir zum Beispiel meinen Artikel über die Erde von Oben mittels Landsat 7 Satellit oder die grafische Darstellung von Zombie-Epidemien in der Welt. Nicht zu vergessen natürlich die Darstellung der einzelnen auf Twitter benutzten Sprachen in bestimmten Städten. Nahezu alles lässt sich durch Karten visuell aufbereiten und interessant präsentieren. Daher habe ich mir einmal 15 Karten herausgesucht, die auf beeindruckende Art und Weise die Lebensart und die Geschwindigkeit städtischen Lebens aufdecken.

Rush-Hour-Routen

Der am University College London angestellte Oliver G. O’Brien ist ebenfalls leicht vernannrt in Karten. Auf seinem Blog „Suprageography“ schreibt er daher bevorzugt von seinen eigenen digitalen Visualisierungen und der digitalen Kartographie. Zuletzt setze er sich hier mit den Orten des New Yorker Bike Sharings auseinander. Seit Frühling ist es in New York möglich Fahrräder an bestimmten Stationen zu entleihen und an anderen Standorten wieder abzugeben.

Weitaus interessanter fand ich aber seine Darstellung des Londoner U-Bahn Systems. Mit der Oyster Card erlangen regelmäßige Nutzer Zutritt zu den einzelnen Stationen der Londoner U-Bahn. Je nach Tages- und Nachtzeit ist es aber faszinierend, sich die Routen der Pendler einmal anzuschauen. Immerhin kann das Programm die Fahrtwege erkennen. Und man muss kein Experte auf dem Gebiet der Kartographie sein, um zu erkennen, dass die City in London vor allem eins ist: grün.

Flughäfen und Flugrouten

Das OpenSource Programm Openflights ermöglicht es einen anstehenden Flug schon einmal über Google Earth zu tätigen. Mit Hilfe der Daten von fast 7.000 Flughäfen und den dazugehörigen Flugrouten, ist es durch den Datenexport auf openflights.org möglich, alle Routen beispielsweise in Google Earth anzusehen. Die passenden CSV-Dateien können von SourceForge heruntergeladen werden und auf den gängigen Kartenformaten dargestellt werden.

Seite Openflights.org ist OpenSource(Quelle: www.openflights.org)

Karten-Apps und CityMaps

Gerade auf dem Gebiet der Smartphone-Apps tut sich momentan sehr viel. Einmal heruntergeladen funktionieren sie mittlerweile ganz ohne Verbindung zum Internet und können so gerade bei Streifzügen durch fremde Städte ein wichtiger Wegweiser sein. Vor allem, wenn sie so aufgebaut sind wie die Social-Map App von CityMaps. Bislang gibt es die Freeware zwar erst für die Städte Austin, Boston, Chicago, New York und San Francisco, aber an einem Ausbau wird fleißig weitergearbeitet.

Immerhin hilft CityMaps mit den wirklich wichtigen Dingen im Touristenleben. Den Hinweisen zu Shops, Geschäften und dem nächsten Starbucks. Aufgebaut wie der Plan eines Einkaufszentrums ersieht man aus den Karten direkt wo man etwas zu Essen findet – nebenbei direkt mit Sternebewertung – oder wo es den nächsten H&M oder Gap gibt. Wie hier in San Francisco.

CityMaps(Quelle: www.citymaps.com)

Mobilität von sieben Millionen Menschen

Die Metropolitan Transportation Authority (MTA) des US-Bundesstaats New York versorgt ein Gebiet von 13.000 m² Größe, auf dem fast 15 Millionen Menschen leben. Pro Werktag werden mehr als 7 Millionen Menschen von der MTA in Bussen und Bahnen Zwischen New York City, Long Island und dem Süden Connecticuts transportiert. Des Weiteren unterhält die MTA mit das Größte U-Bahn-Netz der Welt.

Wie das dann zwischen 4 Uhr morgens und 16 Uhr am Abend aussieht, wenn diese sieben Millionen Menschen sich innerhalb der Stadt bewegen, sieht dies folgendermaßen aus.

Personalrecruiting im 21. Jahrhundert

Abschließen möchte ich mit einer Idee, die ich persönlich wahnsinnig nützlich finde. Die Idee stammt aus Israel und heißt MappedinIsrael. Während der Arbeitsmarkt in Deutschland noch lethargisch durch das Bewerbungsschreiben und hunderte Ämter geregelt ist, basiert Mapped in Israel auf einem proaktiven Ansatz. Auf der Karte können sich Unternehmen (hauptsächlich Startups) eintragen, wenn Sie auf der Suche nach Personal sind. Arbeitsuchende können somit direkt schauen, ob es in der näheren Umgebung Vakanzen gibt und wenn dem so ist, erleichtert die Karte direkt die Recherche, da alle Unternehmen mit einem kleinen Steckbrief und der Website verlinkt sind.

mappedinisrael(Quelle: www.mappedinisrael.com)

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Sicherlich fragen sich jetzt alle, wer hier schreibt: Mein Name ist Helen Schrader, seit 2010 bin ich Diplom-Geographin (Uni Bonn) und eigentlich bin ich bei PIXUM in Köln im Bereich Online Marketing tätig. In meiner Freizeit schreibe ich an UrbanFreak und versuche der Geographie zumindest ein wenig treu zu bleiben.

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