Drehorte von Filmen finden

Drehorte von Filmen üben eine besondere Anziehungskraft auf Touristen aus. Die paar Artikel zu US-Drehorten hier im Blog erfreuen sich einer ungebrochen starken Nachfrage und auch die monatlichen Suchanfragen zeigen, dass sich die Menschen im Urlaub am liebsten mit Orten beschäftigen, die sie irgendwann schon einmal gesehen haben. Mein liebstes Beispiel ist spätestens seit meiner Diplomarbeit der Film „(500) Days of Summer“. Kurz vor der Arbeit erschienen, war der Film mitsamt seinen Locations eigentlich das Gespräch des Sommers. OK, zugegebenermaßen war ich zu der Zeit in L.A. und daher ziemlich vorgeprägt, aber dennoch. Vom Potenzial dieses eher kleinen Independent-Filmes überzeugt, setzte Downtown Los Angeles alles daran, den Film auch für die eigenen (touristischen) Ziele zu nutzen.

Jeff Goldblum Criminal Intent

Neben der für Drehorte und Filmarbeiten immer sehr guten Quelle Movie-Locations.com (wo mich die leichte Verdunkelung des Bildschirmes immer total nervt) konnte man nämlich auf einmal auf fast jeder städtischen Seite weitere Informationen zu den Drehorten des Filmes finden. Von Discover Los Angeles bis L.A.ist, alle schrieben zu den Orten, die im Film eine präsente Rolle spielen. – Was eigentlich alle Gebäude der Downtown L.A. mit einschließt.

Selbst heute, gute fünf Jahre nach der Veröffentlichung des Filmes, ist die Faszination ungebrochen. So sorgte erst vor wenigen Monaten die Meldung, dass der Angels Knoll Park mit der bekannten Bank eventuell umgenutzt und einem Wolkenkratzer weichen soll, für große Entrüstung unter Filmfans und Angelenos. Immerhin war die Bank seitdem auch noch für diverse andere Filmproduktionen als Nebendarsteller tätig. So erkennen einige Greys Anatomy Fans vielleicht die Bäume und Gebäude hinter der Bank wieder. Zwar hat man in der Realität keinen so tollen Blick auf den Sound von Seattle, aber wo wäre auch die filmische Magie, wenn dem so wäre.

Dreharbeiten in DTLA für die TV Serie Numbers

Aktuelle Filmdrehorte in Amerika

Neben der weltweit tätigen Seite Movie Locations gibt es noch jede Menge andere Anlaufstellen, die man als Filmfan aufsuchen sollte, wenn man alte (und aktuelle) Drehorte von Filmen entdecken möchte. In der Regel reicht es zwar durch die Straßen von L.A., Chicago und New York mit offenen Augen zu Laufen, aber da dies einem bei all den Eindrücken ab und an etwas schwer fällt, verrate ich nun ein paar Tipps, wo man auch aktuelle Informationen erhalten kann, wenn man die neonfarbenen Aushänge in den Straßen übersieht oder die Hashtag-Suche über Twitter zu umständlich ist.

Drehorte für 500 Days of Summer in Los Angeles

Bester Anlaufpunkt für Drehorte in den USA ist die Seite OnLocationVacations.com bzw. der dazugehörige Twitter oder Facebook-Account. Wer diesen aufmerksam folgt, braucht eigentlich auch gar nicht mehr zu Wissen, wo die Stars in L.A. wohnen. Hier erfährt man nämlich, wo sie sich tatsächlich den ganzen Tag über aufhalten und man hat keine Gated Community, keine Nachbarschaftswache und auch keine 3m hohen Zäune, die ein Treffen ohnehin etwas schwierig machen könn(t)en.

Kate Walsh

Ein Blick zurück auf ehemalige Locations

Ähnlich wie die Orte aus (500) Days of Summer, gibt es Lokalitäten, die auch nach Jahrzehnten eine Anziehungskraft auf die Besucher ausüben. Die meisten von denen befinden sich zwar auch in Los Angeles oder einer der anderen großen Filmhochburgen, aber es gibt auch einige Ausnahmen, die man einstreuen kann, wenn man im Urlaub eher auf Natur und Naturparks aus ist. Ich meine, eine meiner absoluten Intro-Sequenzen zeigt zum Beispiel eine Straße, die man ebenfalls noch aus einigen anderen Filmen kennt.

Wer also plant, die Route 1 Richtung Norden zu fahren, sollte zwischen Bodega Bay und Jenner einmal auf die Straßenführung achten. Vielleicht läuft einem ja ein hilfreicher Fischer über den Weg, der sagt, wo man die besten Hummer fangen kann.

Und je nachdem, ob die Fahrt danach noch ein wenig weiter geht, empfehle ich einen Abstecher in Oregon. Die Küste on Astoria hat schließlich schon das ein oder andere Piratenschiff zu Tage gefördert, dass es hinter einer bestimmten Anordnung von Felsen zu entdecken gilt.

Damit wären wir bei Herve Attia gelandet, der seit Jahren dafür sorgt, die ehemaligen Drehorte von bekannten Klassikern wie Chinatown, Zurück in die Zukunft (dieses Jahr wie die Goonies mit dem 30. Geburtstag), Terminator oder den Rambo Filmen nochmals aufsucht und mit den bekannten Impressionen aus den jeweiligen Filmen vergleicht. Egal ob eben YouTube oder Facebook, die Vergleiche der Drehorte lohnen sich. Stellenweise haben die Städte größere Wandlungen und Rundumerneuerungen durchlaufen als die Stars der Filme.

Criminal Intent

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