Die Downtown von Los Angeles

Blick vom Mulholland Drive auf Downtown Los ANgeles

Langsam aber sicher wird es mal wieder Zeit für einen ernsthaften Beitrag. Nachdem wir schon über us-amerikanische Stadtentwicklung und das Redevelopment geschrieben haben, wird es Zeit dies alles auch einmal anhand eines Fallbeispiels etwas wissenschaftlich(er) zu verdeutlichen. Falls nachholbedarf oder Interesse an weiterführender Literatur bestehen sollte, habe ich mir einmal die Mühe gemacht und Bücher verlinkt, die ich zum Thema gelesen habe und allesamt empfehlen kann.
Aber gut, kommen wir zum Thema des Tages: die Downtown Los Angeles. Zum einen habe ich mich für dieses Beispiel entscheiden, weil ich über die Stadt bzw. diesen Bereich meine Diplomarbeit geschrieben habe und daher das ein oder andere an Hintergrundwissen erworben haben sollte und zum anderen, weil die Stadt vermutlich den Lesern einigermaßen bekannt sein sollte. Egal ob aus der Realität oder der Darstellung im Film.

Die Stadt Los Angeles

Beginnen wir zunächst mit dem großen Ganzen. Das County Los Angeles, in dem sich die Stadt L.A. mit ihren fast vier Millionen Bewohnern befindet, ist mit fast zehn Millionen Einwohnern das Bevölkerungsreichste County der USA und mit fast 500 Quadratmeilen ist es auch flächenmäßig am größten. Die Stadt Los Angeles setzt sich wiederum aus 114 Stadtteilen, so genannten communities zusammen, die sich in einzelne Nachbarschaften und Quartiere (neighborhoods) einteilen.

Los Angeles

Wie zu sehen ist, besteht das Stadtgebiet nicht aus einer in sich geschlossenen Fläche, sondern besitzt eine eher ungewöhnliche Form. Das Stadtbild kommt dadurch zustande, dass es innerhalb und entlang der einzelnen Stadtgrenzen immer wieder unabhängige Gemeinden gibt, die zwar oftmals mit L.A. assoziiert werden, aber rechtlich gesehen unabhängige Enklaven bilden. Am bekanntesten sind hiervon sicherlich die Städte Beverly Hills und West Hollywood.

Die Downtown von Los Angeles

Die Downtown, oder auch Central City von L.A. befindet sich im östlichen Gebiet der Stadt. Allgemein wird sie definiert als der Bereich, der im Norden durch den 101 Freeway, im Süden durch den 10 Freeway, im Westen durch den 110 Freeway und im Osten durch den L.A. River oder die, im Gegensatz zu den anderen Straßen, eher in Nord-Süd Richtung verlaufende Alameda Street begrenzt wird. In der Innenstadt selbst gibt es verschiedene kleinere Nachbarschaften, in denen sich die Bevölkerung akkumuliert. Diese neighborhoods befinden sich im westlichen Teil der Downtown und sind von Nord nach Süd: Civic Center, Bunker Hill, Historic Downtown, Financial Core, Jewelry District, South Park und der Fashion District.

CartifactQuelle: www.cartifact.com

Die weiteren Teile der Downtown haben bislang, wenn überhaupt, nur eine sehr geringe Bedeutung bei der Bevölkerungsentwicklung, weil sie als Industriegebiete ausgeschrieben sind und eigentlich nicht als Wohngebiete dienen dürfen. Eine Ausnahme ist der wegen der Entfernung zu den restlichen Stadtteilen und direkt am L.A. River liegende Arts District, in dem es ebenfalls seit einigen Jahren (seit der Jahrtausendwende) zu einer starken Wohnungsbautätigkeit kommt.

Dieses Ding namens Stadtplanung

Nicht alle Straßen In Los Angeles sind saniertDie Stadtplanung wird laut kalifornischem Gesetz in einem comprehensive plan geregelt, den jede Stadt erstellen muss. In diesem Plan wird die langfristige Entwicklung der einzelnen Bezirke geregelt. Zusammengefasst sind alle Pläne einer Stadt in einem übergeordneten General Plan Framework. In dem wiederum die stadtweiten Entwicklungen festgesetzt sind und welche mit allen weiteren Plänen (Nachbarschaftliche Pläne, die Höhenbauvorschriften (Zoning Laws) und zeitlich befristete Bebauungsanweisungen) der Stadt abgestimmt ist.

Darüber hinaus umfassen die einzelnen Punkte des General Plans dabei die folgenden sieben Nutzungen:

  1. Landnutzung (land use)
  2. Wohnungswesen (housing)
  3. Form und Design (urban form and neighborhood design)
  4. Öffentliche Räume und Naturschutz (open space and conservation)
  5. Wirtschaftliche Entwicklung (economic development)
  6. Transport (transportation)
  7. Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen (infrastructure and public services)

Der Plan für das Gebiet der Central City bzw. Downtown ist beispielsweise der zweitkleinste Community Plan der Stadt Los Angeles. Er umfasst mit weniger als 3,4 Quadratmeilen ein Gebiet, das noch nicht mal ein Prozent der Stadtfläche ausmacht und in dem laut Zensus 2000 weniger als sieben Prozent der Einwohner L.A.’s lebten.

Historische Entwicklung und Redevelopment

Wie nachhaltig die Bauabsichten der Stadt Los Angeles bislang umgesetzt wurden, beschreibt ein Zitat der Autorin Delia Ephron sehr treffsicher: „In Los Angeles, by the time you’re 35, you’re older than most of the buildings.” Historische Gebäudesubstanz findet man in der Stadt also so selten wie Menschen ohne Botox-Behandlung.

Der Ursprungsort von Los AngelesDas Gebiet des heutigen Los Angeles wurde erstmals 1769 im Rahmen einer Expedition von dem spanischen Kapitän Gaspar de Portolá und seinem Gefolgsleuten erkundet. In den folgenden Jahren wurden zunächst Missionen in Südkalifornien gegründet und schließlich durch mehrere Pueblos, Siedlungen außerhalb der Missionen, ergänzt. Eine dieser Siedlungen war das Pueblo de Nuestra Señora la Reina de Los Angeles, welches 1781 von Gouverneur Felipe de Neve gegründet wurde.

Zunächst entwickelte sich die Stadt durch die isolierte Lage nur langsam. Im Laufe der Jahre kamen aber immer mehr Siedler, welche sich die fruchtbare Erde und das gute Klima zunutze machten und dazu führten, dass Los Angeles bereits in den 1830er Jahren zur größten Siedlung Kalifornien wurde.

Goldrausch, Wachstum und Verfall

Am Broadway in Los Angeles gab es zur Jahrhundertwende mehr Theater als un New York CityDas Wachstum verstärkte sich noch mit dem beginnenden Goldrausch im Jahre 1848, einer immensen Vergrößerung der Viehwirtschaft und der Aufnahme Kaliforniens als 31. Staat in die Union der Vereinigten Staaten im Jahr 1850. Zu diesem Zeitpunkt hatte Los Angeles 1.610 Einwohner, welche sich, begünstigt durch den Eisenbahnbau und einer damit einhergehenden besseren Erreichbarkeit der Region, bis 1880 auf 11.183 Personen nahezu verzehnfacht hatte und bis 1890 sogar auf 50.395 anwuchs. Von den 1880er bis in die 1920er Jahre hinein konzentrierte sich die Stadtentwicklung zunächst besonders auf die Entwicklung der Downtown. Man glaubt es heutzutage kaum noch, aber bis mitte des 20. Jahrhunderts, war Los Angeles durch einen kompakten Kern und kurze Wege gekennzeichnet. Die gemischte Nutzung (Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Erholung) war auf diesem engen Ort nahezu überall zu finden und entsprach so gar nicht dem Auftritt heutiger US-amerikanischer Innenstädte. Permanent wurden rings um das Gebiet zwischen Broadway und Spring Street neue Theater, Bank- und Bürogebäude errichtet. Zeitweilig hatte der Los Angeles Broadway daher sogar eine größere Theater- und Kinodichte als das New Yorker Pendant an der Ostküste.

Pico House, Downtown L.A.Erst durch die massenhafte Verbreitung des Autos setzte langsam aber sicher der Niedergang der Downtown Los Angeles ein. Verstopfte Straßen, schlechte Luft und verengte Wohnbedingungen führten dazu, dass immer mehr Bewohner und schließlich auch der Einzelhandel die Innenstadt verließen. Durch die bessere Überbrückung von Wegen und Entfernungen wurde Los Angeles dezentralisierter. Kommerzielle Aktivitäten verlagerten sich nach und nach immer weiter in die Außenbezirke und führten zur Verwahrlosung des Broadways. Auch Bunker Hill, das älteste Wohnviertel der Stadt, verödete zusehends. Die Ende des 19. Jahrhunderts gebauten viktorianischen Herrenhäuser verwahrlosten, wurden in Fremdenhäuser (rooming houses, flophouses) umgewandelt, waren überbelegt und wurden schließlich abgerissen.

Die negativen Auswirkungen der steigenden Mobilität

HighwayDurch den schon angesprochenen Highway Act verlor die Downtown immer mehr von ihrem Glanz alter Tage. Statt der Kernstadt neues Leben einzuhauchen und die Erreichbarkeit zu erhöhen, führte der beltway zur Isolation vom Rest der Stadt. Die räumlichen und wirtschaftsstrukturellen Probleme wurden schlimmer und führten zu einer gesteigerten negativen Wahrnehmung der Downtown.

Unter diesen Voraussetzungen wurde 1948 die Community Redevelopment Agency von Los Angeles (CRA) gegründet. Hauptaufgabe war, wie bei den allgemeinen Redevelopment Agencies, den weiteren Verfall der Downtown zu verhindern. Folgende drei Punkte wurden zudem als Aufgabengebiete der CRA festgelegt:

  • „Increase the supply of housing for low and moderate income families“
  • „Provide the infrastructure for commercial and industrial development”
  • „Create jobs necessary to maintain acceptable levels of employment”

United Artists, Eastern Columbia BldgDiese drei Säulen waren hauptsächlich auf die Entwicklung des CBD (Central Business District) – also das wirtschaftliche Stadtzentrum – ausgelegt, da dies während der Kriegsjahre größtenteils vernachlässigt worden war. Man erhoffte sich von diesem Schritt die Shopping Funktion des Kerngebietes wiederzubeleben. Immerhin war zu diesem Zeitpunkt schon ein großer Teil der Kaufkraft in die Außenbezirke und in die dort ansässigen Shopping-Malls abgezigen worden.

Auch die CRA von Los Angeles versuchte unter diesen Gesichtspunkten ein selbst aufgestelltes Sanierungsprogramm in den 1960er Jahren durchzusetzen, hatte aber nur geringen Erfolg. Selbst die Abschaffung der Höhenbegrenzung für Gebäude im Jahr 1957 und das fortschreitende Redevelopment von Bunker Hill konnten den Niedergang der Downtown nicht aufhalten. Stattdessen verlor die Downtown von Los Angeles ihren „Charakter“ mehr und mehr.

Die Stadt ohne Downtown

Los Angeles war spätestens in den 1960er Jahren eine ungewöhnliche Mischung aus innerstädtischem Verfall und suburbaner Expansion. Die Stadt verlor alle typischen Gesichtspunkte einer Stadt. Es gab weder einen eindeutigen Stadtmittelpunkt noch geregelte Vororte und Nachbarschaften. Jedes Unternehmen, jede Familie, jede Fabrik siedelte sich mehr oder weniger dort an, wo sie es wollten.

Bücherei in Los AngelesImmer größerer Leerstand, ein negatives Image und soziale wie funktionale Missstände führten schließlich zum durchaus typischen Innenstadtverfall, der zu dieser Zeit auf fast alle amerikanischen Großstädte übertragbar und zu beobachten war. Am schwerwiegendsten waren die Auswirkungen in Bunker Hill. Zwar war das Gebiet im Norden der Downtown von Los Angeles als Revitalisierungs- und Redevelopment -Gebiet ausgeschrieben, aber die Nachbarschaft verwahrloste immer mehr und durch den Abriss der viktorianischen Herrenhäuser, verlor das Gebiet die wohlhabenden Schichten, die sich nun freistehende Häuser in den Vororten (Beverly Hills) suchten. Mitte der 1960er Jahre, war die Gegend um Bunker Hill quasi von jeder Bausubstanz befreit. Nach den wohlhabenderen Schichten mussten auch die besonders schwachen Bevölkerungsschichten umgesiedelt werden. Sie mussten den Stadtteil verlassen und sich neue Wohngegenden suchen. Dieser Verlust von gewachsenen nachbarschaftlichen Quartieren führte zu einer weiteren Destabilisierung des Gebietes.

Walt Disney Concert HallDiese krassen negativen Auswirkungen der Umsiedlungen sind umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Sanierungen und Neubaumaßnahmen von über 3000 Wohneinheiten geplant und so konzipiert waren, dass sie eigentlich genau diese Mischung breiter Bevölkerungsschichten begünstigen sollten. Aufgrund der starken Konzentration auf private Finanziers kam es aber, dass ein Großteil dieser Neubauten teilweise von damals sehr attraktiven ausländischen Investmentfonds finanziert wurde, von denen ein Großteil japanische Banken und Firmen waren. Die Entwicklung der Stadt wurde somit mehr und mehr durch externes Kapital gelenkt und konzentrierte sich hauptsächlich auf privatwirtschaftliche Belange. Nämlich die Entwicklung des CBD.
Zur gleichen Zeit verlor das Gebiet der Central City trotz dieser Neubaumaßnahmen in den 1980er Jahren jedoch 19 Prozent der Bevölkerung und galt am Ende fast ausschließlich als Wohngebiet unterer Einkommensschichten, die dennoch in beengten Verhältnissen leben mussten. – Schließlich wurden ja mehr und mehr Wohnhäuser abgetragen.

Die anderen Quartiere der Downtown L.A.

Das OrsiniDie anderen Nachbarschaften der Downtown waren zwar spätestens ab den 1980er Jahren ebenfalls von einem Verfall gekennzeichnet, waren aber nicht von flächendeckenden Sanierungsmaßnahmen betroffen. Am ehesten betrafen die Redevelopment-Maßnahmen den nordöstlichen Teil des Civic Center, da dort die großen Kultureinrichtungen – wie etwa die Walt Disney Concert Hall und der Dorothy Chandler Pavillion – entstanden. Außerdem wurde dort die Cathedral of Our Lady of the Angels gebaut, nachdem die alte St. Vibiana Kathedrale im Civic Center durch das Northridge-Erdbeben stark beschädigt wurde und daraufhin bis 1999 leer stand, ehe sie der Architekt Tom Gilmore erwarb, renovierte und seitdem als sehr stylischen Veranstaltungsort verpachtet.
Wohnentwicklung stand, wie der Name Civic Center, also Verwaltungs- und Regierungszentrum schon vermuten lässt, im Hintergrund und spielte nur an der Grenze zum Highway 101 mit der Errichtung der beiden „Orsini“ Gebäudekomplexe eine kleine, wenn auch wegen diverser Gerichtsverhandlungen, interessante Rolle. – Sagen wir einfach, dass findige Geschäftemacher immer einen Weg finden (wollen) ihre Projekte durchzusetzen.

Das Bradbury Building, welches den meisten wohl aus Blade Runner bekannt istIm historischen Kern der Stadt sowie dem Fashion und Financial District war weniger Bauaktivität zu Zeiten des Kahlschlags. Daher konnten die meisten historischen und architektonisch bedeutenden Gebäude erhalten bleiben und stehen heutzutage weitestgehend unter Denkmalschutz. Zu den bekanntesten zählen hier sicherlich die verschiedenen Theater entlang des Broadway, das ebenfalls dort befindliche Bradbury Building (Drehort für u.a. Blade Runner) und das Gebäude der Stadtbibliothek.
Allerdings standen die meisten dieser Gebäude zumindest bis 1999 überwiegend leer, wie die Landnutzung von Los Angeles aus dem Jahre 2000 zeigt. Die Leerstandsrate der kommerziell genutzten Gebäude in der Downtown betrug in diesem Jahr über 27 Prozent, die höchsten fanden sich dabei in den alten, den heutigen Ansprüchen der Wirtschaft oftmals nicht mehr genügenden, historischen Bürohäusern. Über Jahre hinweg schlugen Bestrebungen, diesem Leerstand durch den Umbau der Gebäude in Wohnhäuser entgegenzuwirken, fehl. Es gab zwar immer wieder Einzelkämpfer, wie beispielsweise den Unternehmer Ira Yellin, der sich an der Umnutzung einiger Gebäude versuchte, aber Rückblickend kamen seine Bemühungen einfach 10 Jahre zu früh. Die Bevölkerung war einfach noch nicht bereit wieder das innerstädtische Wohnen auszutesten.

Bunker Hill und seine öffentlichen PlätzeDie Bautätigkeiten in der Downtown beschränkten sich daher in den 1980er und frühen 1990er Jahren schließlich auf den nordwestlichen Bereich, nämlich auf Bunker Hill und den Financial District. Dort wurden ehrgeizig neue Hochhäuser wie das California Plaza und das Citicorp Plaza gebaut, die meist durch mehr oder weniger öffentliche Plätze verbunden waren und auf diese Weise die Revitalisierung dieser Bereiche fördern sollten.
Allerdings änderten sich die Vorstellungen der Architekten in der zehnjährigen Bauphase ständig. Dies führte dazu, dass die beiden Projekte immer wieder kritisiert wurden.

Diese Veränderungen umfassten unter anderem das Aussehen der Gebäude, die Höhe der Tower sowie die Gestaltung der verbindenden öffentlichen Plätze. – Leider waren die meisten Änderungen wiederum wirtschaftlichen Interessen geschuldet, weshalb die geplanten Grünflächen nach und nach den wesentlich pflegeleichteren Betonflächen Platz machen mussten.

Die Suche nach der Bevölkerung in der Downtown

Obwohl die Komplexe auch Wohnfunktion beinhalteten, waren sie dennoch in erster Linie auf kommerzielle Nutzungen ausgelegt. Ein Grund hierfür war, dass die Gegens um Los Angeles sehr langsam die Idee des urbanen Wohnens für sich entdeckte und somit auch die Entwicklung dieser Wohnformen wesentlich schleppender verlief als beispielsweise in Chicago oder New York.

Die Cornell Buildings in der Innenstadt wurden 2008 fertiggestelltDennoch wurde aber bereits kurze Zeit nach Beendigung dieser Projekte im so genannten LA 2000 Plan, der 1988 vom Los Angeles 2000 Komitee vorgestellt wurde, auf die Notwendigkeit von Wohneinheiten, insbesondere von erschwinglichem Wohnraum im Stadtinneren hingewiesen. Die Nachfrage nach Nutzungsmischung, verschiedenen Wohnformen sowie kommerzieller und wirtschaftlicher Mischung wurde also schon damals erkannt.
Die Bevölkerungsrevitalisierung verlief aber dennoch schleppend, wie aus einem Bericht über den Central Business District Redevelopment Project Plan aus dem Jahr 1994 hervorgeht. Es fehlten noch mehr als 2.800 versprochene und anvisierte neue Wohnungen, während außerdem gleichzeitig noch über 3.200 Wohnungen nicht renoviert waren.

Dies konnte erst um die Jahrtausendwende in signifikanter Art und Weise verändert werden. Besonders wichtig war hierbei ein Beschluss, der die Umnutzung von Gebäuden erleichterte und zu einem Anstieg der Investments in der Downtown führte. Wie es dazu kam und was dieser Beschluss zum Beispiel mit dem noch erscheinendem Bericht über den Last Bookstore zu tun hat, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen noch ausführlicher berichten.

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