Das Visualisieren von Daten

Letztens bin ich über einen Artikel zu Infografiken gestolpert. Es wurden mehrere Seiten vorgeschlagen auf denen man sich relativ einfach eine Infografik, zum Beispiel für Präsentationen und Vorträge zusammenstellen kann. Das tolle an diesen Programmen ist, dass man es umsonst und mit etwas Hintergrundwissen schafft Zusammenhänge darzustellen und erhobene Daten anschaulicher zu gestalten.

Seien es nun Erdbeben in den Niederlanden:

Oder die Zunahme der Weltpopulation zwischen 1850 und 2050. Dargestellt auf einem sich drehendem dreidimensionalen Globus:

 

Nahezu alles ist möglich und nach einer kurzen Einarbeitungszeit auch ohne Probleme umzusetzen. Bei mir kommen diese Infografik-Tools nun zwar etwas zu spät für Referate oder Oberseminare, aber dies soll mich ja nicht davon abhalten, der noch studierenden Leserschaft ein paar dieses Quellen zu empfehlen. Ansonsten kann man diese Infografiken aber auch sicherlich bestens in der Arbeitswelt verwenden. –Vorausgesetzt, dass man auch hier bisweilen einmal einen Vortrag halten muss, oder zumindest eine Homepage besitzt, die ein paar Grafiken vertragen kann.

Datavisualization.ch

Datavisualization.ch

Die beste Rundumversorgung kann man sich bei Datavisualization.ch abholen. Hier bekommt man Tipps für eine bessere Visualisierung, Orte an denen man seine Daten plotten kann und Tipps für die beste Verarbeitung der erhobenen Daten. Die Liste bei Datavisualization wird ständig ausgebaut und verbessert, weshalb sich regelmäßiges vorbeischauen durchaus lohnt.

Easel.ly

Easel.ly

Jeder Leser, der sich unseren Artikel über das wandelnde Mobilitätsverhalten durchgelesen hat, konnte einen ungefähren Eindruck gewinnen, was innerhalb von fünf Minuten mit Easel.ly möglich ist. Mehrere Vordrucke lassen sich nach den eigenen Ansprüchen umformen, abändern und – sofern man dort angemeldet ist – abspeichern.

Infogr.am

infogr

Dieses Web-Tool besitzt unter anderem 31 verschiedene Optionen um eigens erhobene Daten in Diagrammen zu veranschaulichen. Außerdem können eigene Bilder und Videos in die Infografiken eingefügt werden. Jede Präsentation lässt sich daher multimedial aufbereiten und sogar auf Homepages einbinden.

Piktochart.com

Neben den bezahlten Versionen gibt es auch eine frei verfügbare Basisversion, mit der sich unter anderem Dinge wie in diesem Video herstellen lassen.

Piktochart ist webbasierend und kann daher direkt im Internet angewendet werden. Das Herunterladen von einem Programm ist nicht nötig und man kann praktisch direkt loslegen und das Ergebnis anschließend herunterladen oder ausdrucken.

Prezi

prezi

Mit Prezi lassen sich direkt komplette Präsentationen erstellen, die nicht mehr so viel mit den typischen PowerPoint Präsentationen zu tun haben. Sie sind wesentlich dynamischer und können entweder direkt selbst entworfen oder nach Vorlagen zusammengestellt werden. Ähnlich zu einem .gif lassen sich die Präsentationen abspielen, oder sie können wie eine Präsentation auf mehreren Ebenen durchgeklickt werden. Hört sich vielleicht etwas kompliziert an, bringt einem aber zum Beispiel die Probleme Syriens oder die Welt sozialer Netzwerke auf spannende Weise näher.

Tableau Public

www

Die Tableausoftware benötigt zwar einen einmaligen Download mit anschließender Installation, lässt sich anschließend aber ebenfalls bestens bedienen. Ideen zur Visualisierung liefert der installierte Blog auf der Seite nahezu täglich und im Idealfall gibt es die Entstehungsgeschichte der Infografik direkt dazu. Sicherlich ein Grund, warum sich Zeitungen, Universitäten und Blogger gleichermaßen bei Tableau bedienen.

Timeline

Timeline

Weniger Infografik und mehr Zeitleiste ist die intuitiv zu bedienende TimelineJS. Hört sich zwar zunächst etwas trocken und ereignislos an, ist aber im Nachhinein betrachtet das einzige, was mir an Prometheus gefallen hat. Nämlich die mit Timeline erstellte französische Marketing Kampagne.

Visual.ly

Abschließend gibt es noch visual.ly, das sich hervorragend mit Social Media Komponenten verbinden lässt. In der freien Version lassen sich die eigenen Facebook oder Twitter Accounts mit Visual.ly verbinden und auswerten. So lassen sich zum Beispiel unterschiedliche Social Media Profile oder #hashtags auswerten. Wenn man bei der anschließenden Darstellung noch Hilfe benötigt, wird man auch prompt mit Designern „verkuppelt“, die einem (gegen Bezahlung) sicherlich noch ein paar Tricks verraten können. Immerhin stammen von hier auch die beiden obigen Infografiken.

Bessere Präsentationen und Mehrwerte

Zugegebenermaßen ist dieser Bericht nicht wirklich im Bereich der städtischen Entwicklung angesiedelt, aber die Darstellungen zeigen ja immerhin auf, wo die Gemeinsamkeiten liegen. Wenn ich davon ausgehen darf, dass die meisten Leser dieser Seite sowohl während des Studiums, als auch in der Arbeitswelt durchaus einmal Präsentationen halten müssen, sollten diese Seiten unbedingt einmal angesehen werden.
Immerhin lebt eine Präsentation durch Bilder und Darstellungen während des Vortrags. Von daher viel Spaß beim Testen. Es lohnt sich garantiert und macht unheimlich viel Spaß!

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Sicherlich fragen sich jetzt alle, wer hier schreibt: Mein Name ist Helen Schrader, seit 2010 bin ich Diplom-Geographin (Uni Bonn) und eigentlich bin ich bei PIXUM in Köln im Bereich Online Marketing tätig. In meiner Freizeit schreibe ich an UrbanFreak und versuche der Geographie zumindest ein wenig treu zu bleiben.

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