Bloggen und Blogger: Liebster Award

Skyline Boston, Titelbild Urbanfreak ©Hagen Schiessel

Was den Social Media Fans im Jahr 2014 die ALS Icebucket Challenge oder 2013 Twerking & Planking Videos waren, sind für den ambitionierten Blogger seine Batches, Awards und Erwähnungen. Ein Award, der unter Bloggern immer wieder die Runde macht ist der so genannte „Liebster Award“. Bei diesem werden einem Blogger elf Fragen gestellt, die dieser beantworten muss (oder sollte). Anschließend ist dieser Blogger an der Reihe und er/sie/es muss bzw. darf sich ebenfalls elf Fragen ausdenken und diese an seine Blogger-Kollegen schicken.

Für eben diesen Liebster Award hat mich nun Florian Prohaska von smartxdesign nominiert, weshalb ich seine Fragen natürlich gerne beantworten möchte und direkt die nächsten elf Fragen an mir bekannte Blogger stellen möchte. Schließlich ist das Internet ja auch ein Raum der Vernetzung und des gegenseitigen Austausches, weshalb mir dieser kleine Exkurs von der Stadtentwicklung genehmigt sei. Ich komme nun auch direkt zu den Fragen von Florian.

Die 11 Fragen zum Liebster Award von Florian

Wenn du dich mit einer berühmten Person unterhalten könntest die bereits verstorben ist und einer berühmten Person unterhalten könntest die noch lebt, wer wäre das und was würdest du für Fragen stellen?
Puh. Bei sowas bin ich immer ganz schlecht… „Berühmtsein“ ist auch immer ziemlich relativ, wie ich finde. Aber ich glaube am ehesten würde mich interessieren, was der eine oder andere „Star“ (z.B. Philip Seymor Hoffman oder Heath Ledger) das eigene Ableben in der Retrospektive betrachten würden. Bei lebenden Personen (um bei dem morbiden Thema zu bleiben) würde ich vermutlich Tim Burton nehmen. Die Filme sind (meistens) super, die Ausstellung in Prag war der Hammer und ich freue mich jetzt schon auf die „The World of Tim Burton“ Ausstellung in Brühl.

Das beste Buch welches du je gelesen hast?
Immer diese Superlative. DAS beste Buch finde ich ebenfalls schwierig. Es gibt Bücher, die mich positiv überrascht haben und die ich daher immer mal wieder gerne lese („Krabat“, die Panem Reihe oder „It’s kind of a funny story“). Dann gibt es die Bücher, welche ich eigentlich dauernd lese bzw. mir ansehe (John Steinbecks „Travels with Charley: In Search of America“, „Slaughterhouse Five“ von Kurt Vonnegut sowie „5 very good reasons to punch a dolphin in the face“ von The Oatmeal), hinzu kommen Comics welche ich immer wieder lese („Astonishing X-Men“ von Joss Whedon und John Cassaday oder „Maus“ von Art Spiegelman) sowie Bücher, die ich einfach nur hervorragend finde, die sich aber nicht unbedingt als Abendlektüre anbieten (z.B. „Lean Analytics“ von Croll & Yoskovitz). Alle sind irgendwie gut, aber sich für eins zu entscheiden, fällt mir dann doch zu schwer.

Wie lange dauert die Produktion deiner Blogartikel / Podcasts inkl. aller Recherchearbeiten, etc. und wie oft publizierst du?
Das ist unterschiedlich. Hier im privaten Blog versuche ich nach maximal drei Stunden ein Ergebnis zu haben. Mal klappt es auch in einer Stunde, aber bis man die Bilder gefunden und bearbeitet, die Links gesetzt und alles im Backend zur größten Zufriedenheit ausgefüllt hat, vergeht mindestens eine Stunde. Meistens aber etwas mehr. Und das mit den drei Stunden ist in vielen Fällen auch nicht ganz einlösbar. Aber na ja. Irgendwie macht es ja auch Spaß.

Was waren die größten bzw. besten Erfolge die du ausschließlich mit deinem Blog erreichen konntest und was hast du daraus gelernt?
Abgesehen von dem kleinen Interview, welches ich diese Woche beim WDR2 zu Shoefiti mit Tom Hegemann hatte, erreicht komischerweise immer Daniel die größten Erfolge mit seinen Beiträgen. 😉 Durch seine Artikel ist zum Beispiel die Sharegroup auf uns aufmerksam geworden, was zu einer kleinen Kooperation von uns mit denen bei einem Flinkster-Projekt in Bonn geführt hat. Darüber hinaus schreiben uns immer mal wieder Unternehmen an, die sich mit uns Treffen möchten oder die uns einfach nur mitteilen möchten, dass ihnen ein bestimmter Artikel besonders gut gefallen hat. Das finde ich schon ziemlich cool. Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass dieser Blog (zumindest indirekt) sowohl Daniel als auch mir zu unseren aktuellen Jobs verholfen hat. Sein aktueller Arbeitgeber Ecolibro ist durch den Blog auf ihn aufmerksam geworden und bei mir hatte Pixum auch vor der Einstellung einen Blick auf den Blog geworfen. In jedem Fall ist der Blog ein Erfolg für mich, den ich meinem ehemaligen Arbeitgeber Eren Kozik zu verdanken habe, wofür ich ihm nicht genug danken kann.

Wie aufgeschlossen wärst du gegenüber einem „Bloggertreffen“?
Beruflich veranstalte ich sie immer mal wieder bzw. überlasse das meiner Kollegin und finde es auch da durchaus sinnvoll, wenn man mit Bloggern in Kontakt bleiben möchte. Privat brauche ich es aber mit meinem Blog nicht unbedingt. Ich glaube hier hängt es sehr von den thematischen Schwerpunkten der Blogs ab. Mich würde viel eher mal die ein oder andere Konferenz oder Veranstaltung zum Thema Stadtentwicklung oder Tourismus interessieren, die man sich auch als „normalsterblicher“ Hobbyblogger leisten kann. Ich meine zum Deutschen Kongress für Geographie 2015 in Berlin würde ich schon mal ganz gerne hingehen. Über 200 Euro für ein Ticket ist mir mein „Hobby“ dann aber eben auch nicht wert.

Mein SchreibtischEin kleiner Trend aus dem Internet dem ich mich gerne anschließe, zeig uns doch bitte ein Foto von deinem Arbeitsplatz.
Schon ein paar Tage alt das Bild, aber momentan ist er so unaufgeräumt, dass man es wohl besser nicht zeigen sollte. Zwei Monitore, XBox-Controller, jede Menge Fotos rings herum und zur rechten Seite die Balkontür. Hinzu kommt der Ninja-USB-Stick, meine Monitor-Putzschildkröte und jede Menge Post und Einwurfsendungen, die ich unbedingt mal öffnen oder wegschmeißen sollte.

Welche Faktoren/Eigenschaften im Bezug auf die Anzahl der Wörter, dem Image-Wiedererkennungswert, etc. müssen deine Blogs haben und woher beziehst du deine Bilder/Fotos?
Im privaten Blog nutze ich eigentlich nur meine eigenen Bilder und solche für die ich ausdrücklich die Nutzungsgenehmigung bekomme. Das ist immer ein kleiner Akt diese zu bekommen bzw. einzufordern, aber für einige Bilder nimmt man das ja gerne in Kauf. In den anderen Blogs für die ich häufiger schreibe (Pixum und SEOPT) lasse ich mir entweder Grafiken erstellen, nutze auch hier mein eigenes Material oder gehe zu den guten alten Basics wie Screenshots über.
Wortanzahl, Aufbau, Struktur, eingehende & ausgehende Links und sowas sind mir in den Blogbeiträgen vollkommen egal. Auf so etwas achte ich höchstens, wenn man mich für das Schreiben engagiert und ich dann natürlich das umsetze, was im Briefing steht. Aber auch da wissen eigentlich mittlerweile alle, dass es besser ist wenn man mir möglichst wenig Beschränkungen gibt und so oft mache ich es ja dann auch nicht. Ein wenig Freizeit vernab vom Bloggen braucht man dann ja doch noch.

Wie aufgeschlossen bist du im Bezug auf Gastartikel? Hast du schon welche verfasst, wie waren deine Erfahrungswerte und wie aktiv und oft bist du für diese Win-Win Situation offen?
Ich selbst schreibe auf anderen Blogs und Seiten sowie Magazinen Gastartikel und gelegentlich auch einmal als Ghostwriter. Je nachdem lasse ich mir das Ganze dann Bezahlen oder eben nicht. Ich sehe das Ganze eben als Hobby und irgendwie sollen ja auch beide Seiten etwas davon haben. Wenn ich Zeit habe, dann veröffentliche ich auch gerne zu anderen Themen etwas. Der arme Basti von dercomicer.de musste glaube ich zwei Jahre auf meinen dritten Artikel warten und ich warte auf seinen nun auch schon ein paar „Tage“. Aber mittlerweile haben wir aus diesem Umstand ein ganzes Meme gemacht. Wir treffen uns alle regelmäßig auf Veranstaltungen von der Arbeit und schauen dann immer ob wir noch auf die Reihe bekommen, wer momentan für wen alles irgendwelche Texte schreibt und wie lange diese schon in der Mache sind.
Generell habe ich hier schon ein paar „Eintagsfliegen“ zu Wort kommen lassen, aber es sollte eben vom Thema passen und den geographischen Bezug nicht völlig außer Acht lassen. Sofern diese Voraussetzungen erfüllt sind, mache ich es wie mit Anfragen bzgl. eines Artikels zu einem bestimmten Thema. Wenn die E-Mail nett ist und ich merke, dass man sich den Blog und die Thematik angesehen hat, dann Schreibe ich gerne darüber und mache auf die Projekte aufmerksam. Wie eben bei der Vergessen im Harz Geschichte. Überzeugt mich mit eurem Thema und dann kommt ein Artikel meistens von ganz allein. Plumpe Anfragen zu irgendwelchen hanebüchenen Storys oder vollkommen überholte Linktauschanfragen und ähnliches lasse ich meistens unbeantwortet. Was ich davon halte steht ja schon in meinem Impressum. Und meistens hilft das auch ganz gut. Nur letztens musste ich etwas deutlicher werden, nachdem ich von einem Online-Shop unaufgefordert dauernd irgendwelche schwachmatischen Infografiken zugeschickt bekam. Unaufgefordert Werbung zu verschicken ist ja schon grenzwertig, aber mir dann mit einer 5MB Grafik das Postfach ständig zuzumüllen fand ich dann schon etwas armselig.

Wenn du in einem Aufzug stehen würdest und du in einem Satz sagen müsstest was du arbeitest, wie würde dieser Satz lauten?
Ich mache was mit Internet und nein, ich kann deinen PC nicht reparieren.

Wie findest du den smartxdesign Blog bzw. was gefällt dir besonders gut und was würdest du bei künftigen Artikeln anders machen?
Er ist auf jeden Fall sehr aufgeräumt. Ein bisschen fehlt mir hier und da die Farbe, aber zu eurem Thema und Firmenauftritt passt er ja perfekt. Von daher weitermachen wie bisher 😉

Wie sind deine Blogger Vorsätze für die nächsten Monate, Jahre und welche Ziele möchtest du erreichen?
Ganz vorne stehen bei mir in diesem Jahr die eher technischen Kinderkrankheiten, die mich im Backend momentan zur Verzweiflung bringen. Ansonsten möchte ich aber natürlich weiterhin die Zeit für meine Beiträge finden und suche dabei immer nach den aktuellsten Themen zur Stadtentwicklung, dem Tourismus und anderen Geographischen Themen. Gerne auch mit der Unterstützung Externer (angehender) Geographen bzw. den Lesern des Blogs.

Kommen wir zu meinen Fragen

OK, nun muss ich mir wohl noch elf Fragen und elf Blogger überlegen, die ich im Anschluss mit meinen Fragen überfallen möchte. Fange ich daher zunächst mit den Fragen an:

  1. Feedly, StumbleUpon, Flipboard, Issuu & Co. – Wie sortierst du deine Lieblingsblogs und auf welchem Endgerät?
  2. Wie viele Blogs liest und betreibt man als ambitionierter Blogger eigentlich selbst regelmäßig?
  3. Liest du eher Corporate Blogs oder private Blogs?
  4. Welche Internetseite würdest du als dein ganz persönliches „Guilty Pleasure“ ansehen? Womit vergeudest du deine Zeit im Internet?
  5. Auf welchen Social Media Kanal kannst du am ehesten verzichten?
  6. Hast du deinen Blog komplett alleine aufgesetzt oder hast du dir Hilfe geholt?
  7. Einzelgänger oder Teamplayer? Arbeitest du alleine am Blog?
  8. Man bietet dir an Mitglied bei einem Blog zu werden. – Bei welchem Blog bzw. Thema würdest du sofort ja sagen?
  9. Wie stehst du zu Kooperationen mit anderen Blogs/Seiten?
  10. Wen würdest du gerne einmal – zu welchem Thema auch immer – in deinem Blog ausfragen wollen?
  11. Wieso benennst du ausgerechnet diese elf Blogger für die nächste Runde beim Liebster Award?

Von diesen Bloggern wüsste ich gerne, was Sie von meinen Fragen halten

  1. Michèle von http://bonnentdecken.de/
  2. Bine von http://www.waseigenes.com/
  3. Eren von http://www.seopt.de/blog/
  4. Basti von http://dercomicer.de/
  5. Melanie von http://urlaubsgeschichten.at/
  6. Michaela von http://blog.hellomime.eu/
  7. Mareike und Sascha von http://www.luna-park.de/blog/
  8. Nathan von https://pramudiya.wordpress.com/
  9. Malin von http://www.pixum.de/blog/
  10. Max von http://maxniemann.de/blog/
  11. Rene von http://www.sistrix.de/news/
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Sicherlich fragen sich jetzt alle, wer hier schreibt: Mein Name ist Helen Schrader, seit 2010 bin ich Diplom-Geographin (Uni Bonn) und eigentlich bin ich bei PIXUM in Köln im Bereich Online Marketing tätig. In meiner Freizeit schreibe ich an UrbanFreak und versuche der Geographie zumindest ein wenig treu zu bleiben.

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