Bangkok in 24 Stunden

24 Stunden sind viel zu kurz, um Bangkok kennenzulernen, vor allem wenn man mit einem Jetlag zu kämpfen hat. Aber viel mehr Zeit hatte ich im November 2014 leider nicht. Ich befand mich auf der Durchreise nach Vietnam und hatte nur einen einzigen Tag für Bangkok eingeplant. Trotzdem wollte ich Thailand nicht verlassen, ohne einen Eindruck der asiatischen Metropole zu gewinnen.

Grand Palace und Wat Phra Khaeo

Mein Tag in Bangkok beginnt am Grand Palace. Der Palast der Königsfamilie und die dazugehörige Tempelanlage mit dem Smaragd-Buddha sind ein wahrer Touristen-Magnet. Obwohl ich wirklich früh dran bin, ist es schon sehr voll. Hektische Reisegruppen bevölkern das Gelände und kämpfen um die besten Fotomotive. Andere suchen einen der begehrten Plätze im Schatten der Mauern, um der jetzt schon starken Sonne aus dem Weg zu gehen.

Bangkok Grand Palace

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Die Tempelanlage ist beeindruckend. Zugegeben, es fällt ein bisschen schwer, die Schönheit der mit Mosaiken verzierten Gebäude und mit Gold überzogenen Skulpturen zu würdigen, während man unentwegt Selfi-Sticks ausweichen muss. Besonders die japanischen Touristen üben sich nicht gerade in asiatischer Zurückhaltung.

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Barfuß geht es in den Tempel. Hier sitzen tatsächlich Leute auf dem Boden und beten. In dem Tumult erscheint mir das ziemlich schwierig, aber sie lassen sich nicht beirren.

Trotz seiner Überlaufenheit ist der Königspalast ein absolutes Muss in Bangkok, das man gesehen haben sollte.

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Wichtig: Voraussetzung um in die Anlage zu gelangen, sind geschlossene Schuhe und Kleidung, die die Schultern und die Beine bis zu den Knien bedeckt. Außerdem laufen um den Tempel häufig Schlepper herum, die Touristen ansprechen und behaupten, der Palast sei geschlossen. Stattdessen bieten sie an, ihnen andere Sehenswürdigkeiten zu zeigen. Nicht darauf reinfallen, der Tempel ist nur selten tatsächlich geschlossen.

Wat Pho

Als nächstes steht der Tempel des liegende Buddhas auf dem Programm, der Wat Pho. Der Eingang zur Tempelanlage befindet sich ganz in der Nähe des Grand Palace. Obwohl sich auch hier viele Touristen tummeln, ist deutlich weniger los und die Besichtigung des Tempels erweist sich als wesentlich entspannter. Auch diesmal heißt es Schuhe aus, bevor der Tempel betreten werden darf. Der Innenraum des Tempels ist so groß, dass man einmal um den 45 Meter langen Buddha herum gehen und ihn von allen Seiten bewundern kann. Die Ausmaßes der mit Gold überzogenen Figur sind gigantisch.

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Nicht nur der Buddha ist sehenswert, auch die weitläufige Tempelanlage hat ihren Reiz. Etwas abseits des Tempels befinden sich kleinere Nebengebäude und Gänge, die mit mit weiteren Buddha Figuren geschmückt sind. Hier ist es sehr viel ruhiger. Im Schatten kann man an künstlich angelegten Teichen gut entspannen.

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Wat Arun

Nach dem Wat Pho gönne ich mir eine kurze Pause am Ufer des Chao Phraya Flusses. Von hier hat mein einen guten Blick auf den Wat Arun, den Tempel der Morgenröte. Leider kann ich ihn diesmal nur aus der Ferne betrachten.

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Flower Market und China Town

Stattdessen beschließe ich mir ein bisschen von der Stadt anzusehen. Ich schlage das Angebot der zahlreichen Tuk Tuk Fahrer aus und gehe zu Fuß. Ich laufe Richtung Hauptbahnhof (Hua Lamphong). Das ist vom Wat Pho aus schon eine ganz schöne Strecke zu gehen. Zuerst ist es sehr ungewohnt überhaupt die Straße zu überqueren. Es kostet mich einiges an Überwindung einfach auf die Straße zu treten. Aber warten, bis keine Autos mehr kommen, das ist nicht möglich. Zum Glück zeigt mir eine Einheimische, wie man das Straße überqueren bewältigt. Doch es dauert trotzdem noch ein bisschen, bis ich mich daran gewöhne.

Bangkok-Verkehr

Bangkok-Tuk-Tuk

Auf den Bürgersteigen der Straße sind Verkaufsstände aufgebaut, über denen Marquisen und Planen gespannt sind. Sie bieten Schutz vor der Mittagssonne. Unterwegs komme ich am Flower Market vorbei. Hier werden Unmengen an Blumen verkauft.

Auf dem Weg liegt außerdem der Stadtteil China Town. Ich biege von der Straße in eine Gasse ab und befinde mich auf einem chinesischen Markt. Alle Arten von Lebensmitteln werden direkt auf der Straße verkauft, von Gewürzen über frischen Fisch bis hin zu gebratenen Enten.

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Lumpini Park

Vom Bahnhof aus geht es mit der Metro weiter zum Lumpini Park. Ich setze mich etwas an den See, um die gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten und etwas Atem zu schöpfen.

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MBK Shopping Center

Weiter geht’s mit dem Sky Train zum MBK, einem riesigen Einkaufszentrum, das sich über 8 Etagen erstreckt. Hier gibt es nahezu alles zu kaufen: Von Haushaltswaren und Möbeln über Elektroartikel und Mode bis hin zu Spielzeug und Souveniers. Soagr ein Kino, eine Bowlingbahn, Karaoke Bars und Spielautomaten befinden sich auf den verschiedenen Etagen. Außerdem werden die verschiedensten Dienstleistungen angeboten: Friseure, Beauty-Salons, Massagen und vieles mehr. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Eine große Auswahl an verschiedenen Restaurants bieten alles, was das Herz an Speisen begehrt.

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Alles ist grell und bunt und man weiß überhaupt nicht, wo man zuerst hinsehen soll. Hier kann man sich locker zwei bis drei Stunden oder auch Tage aufhalten ohne dass einem langweilig wird. Vor allem ist es in den klimatisierten Räumen angenehm kühl, weshalb ich den Rest des Nachmittags damit verbringe, über durch verschiedenen Stockwerke zu laufen und mich berieseln zu lassen.

Night Market in Patpong

Die letzte Station an diesem Tag ist der Night Market im Rotlicht- und Vergüngungsviertel Patpong. Hierzu fahre ich wieder mit dem Sky Train zurück Richtung Lumpini Park. Leider macht an dieser Stelle der Akku meiner Kamera nicht mehr mit.

Tagsüber ist Patpong eher unauffällig, doch abends kommt Leben in die Straßen des touristisch geprägten Viertels. Die Bars und Restaurants füllen sich. Wer möchte, kann sich hier eine der berühmt berüchtigten PingPong Shows ansehen, die ich aber dann doch auslasse.

Für den Night Market werden die Straßen des Viertels gesperrt. Marktstände werden in den Gassen und auf den Bürgersteigen aufgebaut. Verkauft werden vor allem Souveniers, Schmuck und gefälschte Markenklamotten.

Zur Stärkung suche ich mir noch ein Garküche und esse Sticky Rice mit Mango. Ein Tag in Bangkok ist absolut beeindruckend. Die Stadt ist voller Gegensätze. Diese alle an einem einzigen Tag zu entdecken, ist unmöglich. Trotzdem habe ich wenigstens einen kleinen Teil der pulsierenden Metropole kennengelernt. Mehr ist für dieses Mal einfach nicht drin, denn in der Nacht geht es schon weiter nach Hanoi, Vietnam.

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