Armut in us-amerikanischen Vororten

Vororte sind in Amerika eigentlich der Inbegriff vom weißen Amerika. Die (höhere) Mittelklasse siedelt sich vornehmlich in den Suburbs, den äußeren Rändern der Stadt an, während sich die armen, vornehmlich farbigen Schichten in den zentren der Städte niederlassen. Diese Vororte sind eigentlich der Inbegriff von Reichtum, Country & Jachtclubs (Greenwich, Connecticut auf dem Bild) und riesigen Villen mit weißem „picket fence“.

Spätestens seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 hat sich hier allerdings einiges gewandelt, was so allerdings noch nicht gänzlich in den Köpfen der Betroffenen angekommen ist. Zumindest scheint es so, wenn man trotz steigender Arbeitslosigkeit, Pfändungen und sozialem Abstieg sieht, dass dennoch in regelmäßigen Abständen neue Konsumtempel geschaffen werden und mit jeder Kraft versucht wird das Image längst vergangener Zeiten aufrecht zu erhalten. Denn selbst wenn die derzeitigen Bewohner vielleicht einen gewissen Status auch nach der Krise noch halten konnten, so trifft dies in keinster Weise auf die Neuankömmlinge zu, die sich in den Suburbs ansiedeln.

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Greenwich Ave. / Greenwich, CT

Steigende Zahlen armer Einwanderer in den Vororten

In einem Paper, welches kurz vor Jahresende auf den Society Pages veröffentlicht wurde, geht es um die stark ansteigenden Zahlen armer Immigranten in den Vororten rund um Los Angeles, San Francisco, New York und Chicago. Bislang werden nämlich kaum öffentliche Gelder investiert, um einer Verarmung dieser neuen Bevölkerungsschichten in den Vororten vorzubeugen. Während die Gelder des Development Block Grant Programms, welches wir unter anderem schon bei dem Redevelopment in den USA angesprochen hatten, in Städten gerne und vielfach verwendet werden um Wohnraum für untere Einkommensschichten zur Verfügung zu stellen, tun sich einige Vororte noch schwer auf diese Gelder zuzugreifen, wie der Artikel aufklärt.

Ein Umstand, der schon kurz vorher in einem weiteren Artikel auf den Societey Pages aufgegriffen wurde, in dem es in erster Linie um die Einbindung von mexikanischen Immigranten in die amerikanische Kultur und Lebensweise ging. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre laut Artikel nämlich zum Beispiel schon einmal eine Anmeldung an den öffentlichen Schulen der jeweiligen Städte.

Die Integration von Immigranten

Beide Artikel zeigen, dass die Integration von Immigranten sowohl in Städten, als auch – in steigenden Maße – in Vororten und ländlichen Gebieten noch lange nicht abgeschlossen ist und es noch viele Punkte gibt, die verbessert werden müssen, damit auch Immigranten und Einwanderer sich den Traum von einer Villa am Meer irgendwann einmal erfüllen können. Der american Dream of Life ist schließlich auch den Einwanderern bekannt.

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